07.10.2020 - 15:23 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Nach Tod einer 92-Jährigen: Verdächtiger kein Intensivtäter

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Die Polizei ermittelt im Tötungsdelikt an einer Seniorin in Marktredwitz in vielen Details. Der Verdächtige sei kein früherer Intensivtäter.

Kurz nach der Tat haben Polizeibeamte den 17-jährigen Verdächtigen nur wenige Hundert Meter vom Haus der Seniorin entfernt aufgegriffen.
von Autor FPHProfil

Grabkerzen stehen auf einem gemauerten Sockel vor dem Haus. An der Tür ist ein Siegel zu erkennen. Noch immer sind die Menschen in der Blumensiedlung in Marktredwitz tief betroffen von der schrecklichen Tat, die sich in einem Siedlungshaus in der Nacht zum 20. September zugetragen hat.

Wie berichtet, steht ein junger Mann im Verdacht, die Frau mit äußerster Brutalität getötet zu haben. Über die Gründe ist bislang nichts bekannt. Kurz nach der Tat – sie ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht entdeckt gewesen – haben Polizeibeamte den 17-Jährigen nur wenige Hundert Meter vom Haus der Seniorin entfernt aufgegriffen. Er hatte zuvor mehrere Autos beschädigt. An jenem Abend machte er laut Polizei einen verwirrten Eindruck und musste sogar in einer Klinik behandelt werden.

Es kann bis zu vier Wochen dauern, bis die Analyse abgeschlossen ist.

Staatsanwalt Robert Steiniger

Das Ergebnis eines Drogen-Screenings steht laut dem zuständigen Hofer Staatsanwalt Robert Steiniger aus. "Es kann bis zu vier Wochen dauern, bis die Analyse abgeschlossen ist", sagte er der Frankenpost. Momentan untersucht die Polizei viele Spuren. Steiniger bat um Verständnis, dass er aus ermittlungstaktischen Gründen hierzu keine genaueren Angaben machen könne.

Gleichwohl sind in Marktredwitz viele Gerüchte in Umlauf. Diese beziehen sich vor allem auf den mutmaßlichen Täter. Es handelt sich, wie berichtet, um einen Iraker, der in München aufgewachsen ist. Wie er in den Landkreis kam und wo genau er zuletzt wohnte, wollen die Verantwortlichen der ermittelnden Behörden derzeit nicht mitteilen. „Ich kann aber sagen, dass es sich bei dem jungen Mann nicht um einen sogenannten jugendlichen Intensivtäter handelt.“

Die getötete Frau hat allein in dem Siedlungshaus in der Ostenstraße gewohnt. In den zurückliegenden Jahren hat sich ein Pflegedienst um sie gekümmert. Eine Pflegerin war es auch, die am Sonntagmorgen die Tat entdeckte und die Polizei verständigte.

Vielen Marktredwitzern ist unheimlich bei dem Gedanken, wie es zu dem Tötungsdelikt kam. War die Frau ein Zufallsopfer, weil der Täter gerade ihr Haus ausgesucht hat? Warum ist er ausgerechnet in die Ostenstraße gekommen? Fragen, an denen auch die Ermittler zu knabbern haben.

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