27.07.2020 - 17:23 Uhr
Michelfeld bei AuerbachOberpfalz

Anwohner hoffen auf Zone 30 am Kammerberg

Zwei Stadtratsmitglieder kündigen einen Antrag aus mehreren Fraktionen an, um den Gefahrenpunkt in Michelfeld zu entschärfen.

Mit einer mobilen Messstelle will die Stadt Auerbach Daten über die gefahrenen Geschwindigkeiten am Kammerberg sammeln.
von Jürgen MaschingProfil

Erneut beschäftigte sich eine Runde aus Bürgern und Politikern mit der Verkehrssituation am Kammerberg. Dieses Mal gesellte sich auch der Landtagsabgeordnete Harald Schwartz dazu.

Alexander Kroher hat vor kurzem eine Initiative ins Leben gerufen, um die Probleme am Kammerberg zu lösen. Nach einem ersten Ortstermin folgten viele Gespräche - "auch mit der Stadt Auerbach", wie Kroher bekräftigte. Einen Streit zwischen Anwohnern und Stadt gebe es nicht, trat er Medienberichten entgegen. Die Idee der Stadt, einen Pflanzkübel aufstellen, um die Geschwindigkeit zu senken, habe sich ebenso wenig wie die Vorschläge der Initiative umsetzen lassen.

"Ich habe aber jetzt in mehreren Ortschaften gesehen, dass Zone 30-Schilder aufgestellt sind, wo keine Gefahrenschwerpunkte wie Schulen, Kindergärten oder Altenheime sind. Auch ein Gehsteig war vorhanden", fuhr Kroher fort. Nach einer Anfrage beim Straßenbauamt habe er nun die Aussage bekommen, dass eine Stadt in Eigenregie eine Zone 30 ausweisen könne.

Landtagsabgeordneter Harald Schwartz war nach Michelfeld gekommen, um sich die Problematik einmal vor Ort anzusehen. Auch er sprach von der Möglichkeit der Stadt Auerbach, eine Zone 30 in Eigenregie auszuweisen, da es sich hier um eine reine Ortsverbindungsstraße handelt. Nur sei es schwierig, das Ortsschild zu versetzen: "Es muss eine zusammenhängende Bebauung da sein. Und die gibt es am Kammerberg nicht."

Vonseiten der CSU, CUU und JAU werde es einen Antrag auf eine Ausweisung einer Zone 30 bei der nächsten Stadtratssitzung geben. Dies bestätigten die Stadträtinnen Maria Regn und Birgit Barth, die ebenfalls vor Ort waren.

Bürgermeister Joachim Neuß hatte vor dem Termin bereits eine mobile Geschwindigkeitsmessung aufbauen lassen. "Diese Daten werden nach einer bestimmten Zeit ausgewertet, und es wird danach zeitnah einen Termin in Michelfeld geben, um uns weitere Schritte zu überlegen", kündigte der Rathauschef an. Ein Anwohner zweifelte jedoch, ob es zu aussagekräftigen Messungen kommen werde: "Gerade jetzt, wo hier einige Tage Teerarbeiten durchgeführt wurden und die Autofahrer langsamer fahren mussten, wird dieses Gerät keine korrekten Durchschnittswerte liefern können."

Erstes Treffen der Kammerberg-Initiative

Michelfeld bei Auerbach
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.