29.06.2020 - 11:53 Uhr
Michelfeld bei AuerbachOberpfalz

Bürger in Michelfeld fragen: „Muss erst etwas passieren, damit reagiert wird?“

Die Bewohner des Wohngebietes Flembachgrund-Kammerberg und Mitglieder der CSU Michelfeld starten eine Initiative, um die problematischen Verhältnisse in der Straße Am Flembach zu verbessern.

Auf der Straße Am Flembach herrscht auch starker landwirtschaftlicher Verkehr. Fußgänger wie diese Kinder auf dem Schulweg müssen dann auf der Hut sein.
von Jürgen MaschingProfil

Schnell wurde klar, warum es den Anwohnern am Herzen liegt, dass sich hier etwas verändert: Innerhalb von einer halben Stunde befuhren nicht nur viele Autos die eigentlich schmale Ortsverbindungsstraße von Ohrenbach kommend, sondern vor allem landwirtschaftliche Fahrzeuge.

Alexander Kroher, einer der Mitorganisatoren der Initiative, meinte: "Dies ist eine der vielbefahrensten Straßen mit landwirtschaftlichem Verkehr im Bereich der Stadt Auerbach. Die Straße ist nicht mit einem Gehweg versehen, was das Unfallrisiko sehr hoch macht."

"Überwachung an falscher Stelle"

Ein Anwohner habe vor einiger Zeit die Stadt Auerbach in einem Schreiben auf die Missstände hingewiesen. "Bis auf eine Verkehrsüberwachung, die an einem völlig falschen Platz aufgestellt wurde, ist bisher nichts geschehen", klagte der junge Familienvater. Er betonte auch, dass sein Fahrzeug öfters auf der Straße geparkt werden müsste: "Dann steht hier bei Gegenverkehr alles."

Da ein Gehweg wegen der Nähe des Flembachs bautechnisch nicht machbar ist, müssten auch die Fußgänger die sowieso schon schmale Straße benutzen. "Kinder und Erwachsene sind zwischen Pfarrhaus und Regn-Kapelle einer erhöhten Gefahr durch den Verkehr ausgesetzt", schilderten Anwohner. Besonders bangten sie um die Kinder, deren Schulweg hier entlangführt. Deren Eltern mahnten sie zwar ausdrücklich zur Vorsicht, aber das Risiko eines schweren Unfalls bleibe immer gegenwärtig. Auch die Beleuchtung lasse zu wünschen übrig.

Später Tritt auf die Bremse

Die Geschwindigkeit der Fahrzeuge, die aus Richtung Ohrenbach kommen, ist den Organisatoren der Initiative ein weiterer Dorn im Auge. "Fahrzeuge, die nach Michelfeld einfahren, bremsen zumeist erst am Ortsschild oder später ab", erläuterte Kroher. "Die unübersichtliche Kreuzung an der Regn-Kapelle stellt einen großen Gefahrenbereich dar."

Die Bürger des Wohngebiets Flembachgrund-Kammerberg und die CSU Michelfeld fordern jetzt eine Versetzung des Ortsschildes Michelfeld von der Regn-Kapelle an die Abzweigung Hämmerlmühle/Staubershammer, um den Verkehr vor dem Gefahrenschwerpunkt herunterzubremsen. Zudem verlangen sie eine Beschränkung auf Tempo 30 für das gesamte Wohngebiet Flembachgrund-Kammerberg sowie auf der Straße Am Flembach zwischen Pfarrhaus und Regn-Kapelle.

Abgeordneter will sich umschauen

"Hier leben viele Familien mit Kindern, das Baugebiet wächst weiter, aber wir haben einen großen Gefahrenschwerpunkt", fasste Alexander Kroher zusammen und fragte: "Muss erst etwas passieren, damit reagiert wird?"

In den Geschäften in Michelfeld liegen zurzeit Unterschriftenlisten für diese Aktion aus. Diese wollen die Organisatoren der Stadt Auerbach vorlegen. Auch hat Kroher Kontakt mit dem Landtagsabgeordneten Harald Schwartz (CSU) aufgenommen, der die Situation - auch aus der Sicht eines Rechtsanwalts - einmal anschauen wolle.

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