10.08.2021 - 13:39 Uhr
Michelfeld bei AuerbachOberpfalz

CSU Auerbach bestätigt Bernhard Hinteregger an der Spitze

Die noch ausstehende Ehrung langjähriger Stadt- und Kreisräte der Auerbacher CSU wird jetzt bei der Jahreshauptversammlung nachgeholt. Für Diskussionsstoff sorgt das bayerische Innenministerium.

Die Auerbacher CSU verabschiedet ehemalige Stadt- und -Kreisräte: (von links) die Bundestags-Listenkandidaten Birgit Barth und Florentin Siegert, Arthur Schriml, Stadtrats-Fraktionssprecher Herbert Appl, Eugen Eckert, Uwe Ditz (und der wiedergewählte Ortsverbandsvorsitzende Bernhard Hinteregger.
von Autor SCKProfil

30 Mitglieder des CSU-Ortsverbands Auerbach kamen zur Hauptversammlung mit Vorstandswahlen in den Gasthof Schenk. Auf die Überlegungen im Innenministerium, Auerbach bei Landtagswahlen dem Stimmkreis Tirschenreuth zuzuordnen, gab es aus ihren Reihen Kritik.

Es fehlten die Bezüge Auerbachs zu Tirschenreuth wie auch der Mandatsträger aus dem Stimmkreis Tirschenreuth zu den Auerbacher Anliegen, war zu hören. Die Beisitzerin im CSU-Bezirksvorstand, Birgit Barth, berichtete, sie habe sich in diesem Gremium gegen die Herauslösung von Auerbach aus dem Stimmkreis Amberg ausgesprochen. Der Bezirksvorsitzende und Staatsminister für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat, Albert Füracker, habe sich dort so geäußert, dass der Vorschlag wenig Brisanz habe und noch nichts entschieden sei. Eine Überprüfung des Stimmkreisberichts solle bis zum 15. September erfolgen.

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Kommunalpolitische Berichte gaben Stadtrats-Fraktionssprecher Herbert Appl und Alexander Kroher. Appl sprach von einem "eineinhalbjährigen Corona-Stillstand". Austritte, Sterbefälle und Wegzüge hätten den CSU-Ortsverband verkleinert. Seine Stadtratsfraktion ging dezimiert aus den Kommunalwahlen im März 2020 hervor, und mit Birgit Barth stellten die Auerbacher Christsozialen nur noch eine Vertreterin im Kreistag. Mit Stefan Egerer werde nach Möglichkeiten für ein Baugebiet in Ranna gesucht. In Welluck sei es gelungen, das Ortsschildes an der B 85 zu erreichen.

Die Bundestags-Listenkandidaten Birgit Barth und Florentin Siegert nutzten die Versammlung, um sich kurz vorzustellen. Schatzmeister Manfred Stefandl meldete bei Wahlkampfkosten von rund 7000 Euro ein geringfügiges Minus in der Kasse.

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Anschließend wählte die Versammlung Bernhard Hinteregger - einen anderen Vorschlag gab es nicht - mit 27 Ja-Stimmen als Vorsitzenden des CSU-Ortsverbands Auerbach wieder. Neben den bereits amtierenden Stellvertreterinnen Birgit Barth und Helga Wittmann-Trenz rückte Klaus Riede als Nachfolger von Uwe Ditz in den Kreis der weiteren Vorsitzenden auf. Im Amt bleiben Schriftführer Thomas Lehner, Schatzmeister Manfred Stefandl und Revisor Hans Kormann, den künftig Christian Trenz bei der Kassenprüfung unterstützt. Beisitzer sind Uwe Ditz, Stefan Egerer, Claudia Kormann, Helmut Kormann, Thomas Kormann, Markus Neukam, Dominik Riedhammer und Thomas Riedhammer.

Bernhard Hinteregger und Herbert Appl holten die lange Zeit nicht mögliche Verabschiedung von ausgeschiedenen Stadt- und Kreisräten nach. Eugen Eckert hatte mit 30 Jahren als Stadtrat und zwölf Jahren als Fraktionsvorsitzender sowie 24 Jahren als Kreisrat und elf Jahren als Ortsvorsitzender die längste Zeit vorzuweisen. 18 Jahren als Stadtrat und sechs Jahren als Ortsgeschäftsführer liegen hinter Arthur Schriml. Anerkennung und Dank für acht Jahre als Ortsvorsitzender, sechs Jahre als Stadt- und Kreisrat sowie zwei Jahre als stellvertretender Kreisvorsitzender wurde in Abwesenheit Helmut Zerreis zuteil. Uwe Ditz, der für die CSU Auerbach zwei Wahlkämpfe als Bürgermeisterkandidat bestritten hat, wurde nach sechs Jahren als Stadtrat verabschiedet.

Bei dieser Gelegenheit lenkte Stefan Egerer den Blick auf die Katastrophengebiete in Rheinland-Pfalz. Er stellte eine Spendenbox für die Hochwasserhilfe Mariental auf und packte Weine von der Ahr mit in die Abschiedsgeschenke.

 

 

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