01.07.2018 - 10:43 Uhr
MitterteichOberpfalz

„Hauptaufgabe ist Hilfe im sozialen Bereich“

SPD-Bezirkstagsfraktion tagte im Mehrgenerationenhaus Mitterteich – Arbeitskreis Heimatpflege stellte seine Arbeit vor

rafen sich in lockerer Runde im Mehrgenerationenhaus. Die SPD-Bezirksräte (von links) mit Volker Liedtke, Richard Gassner und Norbert Hartl, der Arbeitskreis Heimatpflege mit Heiz Zeitler und Erhard Sommer, Stadträtin Angelika Müller, SPD-Bezirkstagskandidatin Brigitte Scharf, SPD-Kreisvorsitzender Rainer Fischer und MGH-Leiterin Gudrun Brill.
von Josef RosnerProfil

(jr) Der Landkreis bezahlte im vergangenen Jahr 13,1 Millionen Euro an Bezirksumlage, dagegen flossen 16,1 Millionen Euro aus dem Bezirks-Haushalt wieder in den Landkreis zurück. Dadurch würden auch Arbeitsplätze im Landkreis gesichert. Der Bezirk Oberpfalz finanziert sich mit Umlagen aus den sieben Landkreisen und drei kreisfreien Städten.

Das Treffen kam auf Einladung der SPD-Bezirkstagskandidatin Brigitte Scharf zustande. Mit dabei waren auch Erhard Sommer und Heinz Zeitler als Vertreter des Arbeitskreises Heimatpflege, außerdem SPD-Kreisvorsitzender Rainer Fischer und Stadträtin Angelika Müller. Mehrgenerationenhaus-Leiterin Gudrun Brill stellte den Gästen die Einrichtung vor.

Stiftland-Werkstätten

Gekommen war die dreiköpfige SPD-Fraktion im Bezirkstag mit Vorsitzendem Richard Gassner (Amberg), Volker Liedtke (Schwandorf) und Norbert Hartl (Regensburg). Brigitte Scharf berichtete von vielen kleinen Projekten, die gefördert werden. Jüngstes Objekt ist der Erweiterungsbau der Stiftland-Werkstätten St. Elisabeth, dessen Neubau der Förderstätte mit fast 200 000 Euro unterstützt wird. Erhard Sommer erläuterte die Arbeit des Arbeitskreises Heimatpflege. Viele Feldkreuze seien saniert und wieder aufgestellt worden. Als weitere Hauptaufgabe nannte Sommer die Erstellung von Schriften und kleinen Büchern, mit der die Geschichte der Heimat rund um Mitterteich für die Nachwelt erhalten wird. Bisher, so Sommer, habe es für diese Projekte keine Zuschüsse vom Bezirk Oberpfalz gegeben - auch weil die geforderte Gesamtsumme in der Höhe nicht erreicht wurde. "Wir haben bisher alles selbst finanziert, entweder als Verein oder mit Unterstützung der Stadt."

Brigitte Scharf machte deutlich, dass der Arbeitskreis Heimatpflege gute und erfolgreiche Arbeit leistet. "Es ist wichtig, dass die Geschichte für die Gegenwart und der Zukunft erhalten bleibt".

Richard Gassner erklärte, dass rund 93 Prozent der Bezirksausgaben in soziale Zwecke gesteckt werden, für die der Bezirk verantwortlich ist. "Allerdings fördern wir auch Projekte im Bereich der Kultur, da haben wir sogar noch Kapazitäten frei." Gassner machte deutlich, dass nur Projekte mit überregionaler Bedeutung gefördert werden. "Örtliche Publikationen können wir nicht bezuschussen." Dafür bat der Sprecher um Verständnis. So fließen etwa rund 30 000 Euro in die Erstellung von fünf Zoigl-Skulpturen, von denen eine auch in Mitterteich aufgestellt werden wird.

Leitung kaum bekannt

"Unsere Hauptaufgabe ist die Hilfe zur Pflege, vor allem im sozialen Bereich", sagte Gassner weiter. Brigitte Scharf bedauerte, dass in der Bevölkerung fast oder nur sehr wenig bekannt ist, was der Bezirk alles leistet. Seitens des Bezirks würden Menschen, die Hilfe brauchen, ebenfalls unterstützt. "Ich habe noch niemanden erlebt, dass eine Familie ihr Haus verloren hat, nur weil ein Elternteil in ein Seniorenheim gekommen ist", sagte sie. Auch SPD-Kreisvorsitzender Rainer Fischer bedauerte, dass die Leistungen der Bezirke oftmals untergehen.

Norbert Hartl brach eine Lanze für Brigitte Scharf und nannte sie eine gute Wahl für die nördliche Oberpfalz für den neuen Bezirkstag. "Sie ist eine kompetente Frau und das soziale Gewissen einer ganzen Region". Der frühere Schwandorfer Landrat Volker Liedke gab bekannt, dass er sich auch nicht der Wiederwahl stellen wird. Einzig Richard Gassner will seine Arbeit im Bezirkstag fortsetzen.

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