10.05.2021 - 13:42 Uhr
MitterteichOberpfalz

Marionetten im Museum Mitterteich: Großes Theater auf kleiner Bühne

Eine neue Sonderausstellung ist ab Donnerstag im Museum Mitterteich zu sehen. Anita und Hartmut Naefe zeigen einen Ausschnitt aus ihrer großen Sammlung an Marionetten. Bestechend sind nicht nur die detailreich gestalteten Gesichter.

Hartmut und Anita Naefe präsentieren im Museum Mitterteich die Marionettenausstellung „Vom großen Theater auf kleiner Bühne“. Über 150 Puppen, vorwiegend aus Böhmen, werden vom Feiertag Christi Himmelfahrt an bis zum 22. August zu bestaunen sein.
von Josef RosnerProfil

Nach einer längeren coronabedingten Pause lädt das Museum Mitterteich zu einer neuen Sonderausstellung ein. "Vom großen Theater auf kleiner Bühne" heißt es ab dem Feiertag Christi Himmelfahrt, am Donnerstag, 13. Mai, bis zum 22. August. Anita und Hartmut Naefe aus Viechtach präsentieren rund 150 Marionetten, die vorwiegend aus Böhmen stammen. Diese sind Teil eines Fundus von bis zu 1000 Exemplaren, die das Sammlerehepaar im Laufe der Jahre erworben hat.

Flohmarktbesuch als Auslöser

Ein Flohmarktbesuch in Bad Kötzting vor gut 20 Jahren war der Auslöser für den Beginn der Sammelleidenschaft von Anita Naefe, wie sie jetzt beim Aufbau der Ausstellung erzählte. Später habe sie damit auch ihren Ehemann Hartmut angesteckt. Einen Schwerpunkt haben die beiden ehemaligen Pädagogen auf Marionetten aus Böhmen und Bayern gelegt.

"Für mich waren die Marionetten Liebe auf den ersten Blick."

Anita Naefe

"Für mich waren die Marionetten Liebe auf den ersten Blick", betonte Naefe im Gespräch mit Oberpfalz-Medien. Von Beginn an sei sie von den Puppen fasziniert gewesen, besonders gefalle ihr die Ausdrucksstärke der Gesichter.

In Mitterteich werden die Besucher eine breite Palette an verschiedensten Marionetten bestaunen können, wobei ein großer Teil schon älter als 100 Jahre ist. Zu sehen sind bekannte Charaktere wie der Kasper und der Teufel oder Märchengestalten wie Prinzessinnen und Könige. Aber auch mystische Figuren wie Drachen oder etwa ein Wassergeist in Froschgestalt aus der böhmischen Folklore sind zu finden. Ergänzt werden die Marionetten in der liebevoll aufgebauten Ausstellung durch detaillierte Miniatur-Requisiten und eindrucksvolle Bühnenbilder. Einen magischen Teich im Märchenwald gibt es ebenso wie eine realistische Bauernstube.

Kritik an der Oberschicht

Wie Anita Naefe berichtete, seien Marionetten wie diese früher zur Unterhaltung Erwachsener gedacht gewesen. So sei die Figur des Kasparek (Kaspar) gerne genutzt worden, um in der Rolle eines frechen Hofnarren in Satire-Form die Oberschicht zu kritisieren. Ihre Begeisterung für das Thema war Anita und Hartmut Naefe beim Aufbau deutlich anzumerken. Ganz genau achteten sie beim Einrichten der Vitrinen auf jedes Detail.

Museumstag am Sonntag

Marion Papsch vom Museumsteam informierte, dass die Einrichtung an Christi Himmelfahrt von 14 bis 17 Uhr geöffnet sein wird, ansonsten gelten die üblichen Zeiten. Weiter verwies sie auf den Internationalen Museumstag am kommenden Sonntag, 16. Mai. An diesem Tag gilt von 14 bis 17 Uhr freier Eintritt. Bis Mitte Juni verlängert wurde die Ausstellung "digiARTiges" von Rainer Sollfrank, zudem soll demnächst eine Dauerausstellung über Herbert Molwitz zu sehen sein. Marion Papsch ermunterte auch dazu, sich unter www.daszwoelfer.de über die weiteren Museen im Landkreis zu informieren.

Im Museum Mitterteich gibt es jetzt auch eine besondere Uhr

Mitterteich
Service:

Besuch mit Anmeldung

  • Das Museum ist von Dienstag bis Freitag jeweils von 9 bis 17 Uhr, samstags von 9 bis 12 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Am Feiertag Christi Himmelfahrt ist von 14 bis 17 Uhr offen.
  • Zur Kontaktnachverfolgung ist für den Besuch des Museums eine vorherige Anmeldung unter Telefon 09633/918 778 (Dienstag bis Freitag) oder per E-Mail (info[at]museum.mitterteich[dot]de) erforderlich. Das gilt auch für Jahreskartenbesitzer.
  • Tickets können vor Ort an der Museumskasse oder im Werksverkauf erworben werden.
  • Während des Museumsbesuchs ist auf die Einhaltung der gültigen Abstands- und Hygieneregeln zu achten. Zu tragen ist auch eine FFP2-Maske.
  • Falls der 7-Tage-Inzidenzwert im Landkreis wieder über 100 steigt, muss das Museum wieder schließen, eine bereits getätigte Anmeldung entfällt dann ersatzlos.
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