20.12.2019 - 11:20 Uhr
MitterteichOberpfalz

Politiker informieren sich über die Arbeit der Lebenshilfe

Kommunalpolitiker besuchen traditionell im Advent gemeinnützige Einrichtungen. Eine in Mitterteich hatten sich sowohl die SPD als auch die CSU ausgesucht.

Beim Besuch der Lebenshilfe in Mitterteich mit dabei waren (von links) Sandra Köstler (Lebenshilfe), Bezirksrat Toni Dutz, Kreisrätin Angela Burger, Lebenshilfe-Geschäftsführer Berthold Kellner, Kreisrätin Inge Härtl, Schulleiter Klaus Jahn, MdL Tobias Reiß, Ludwig Spreitzer, Christina Ponader, CSU-Fraktionsvorsitzender Josef Schwägerl und Julia Schmeller.
von Josef RosnerProfil
Beim Besuch der SPD-Delegation: Schulleiter Klaus Jahn (links), Geschäftsführer Berthold Kellner (Dritter von links), Thomas Döhler (Vierter von links), Brigitte Scharf (Fünfter von links), AUW-Leiterin Franziska Höltl (Zweite von rechts.) und OBA-Leiterung Julia Schmeller (rechts.).

Lebenshilfe-Geschäftsführer Berthold Kellner schilderte die Planungen bezüglich des inklusiven Hauses für Kinder. Dank der Förderung durch Sternstunden könnte hier über Grundförderung hinaus auf die besonderen Bedarfe reagiert werden.

Mitterteich

"Mit dem Kinderhaus wächst das Portfolio der Lebenshilfe", so Kellner. Johann Brandl (SPD) bedankte sich auch im Namen des Stadtrats von Mitterteich für die Bereitschaft, neue Betreuungsplätze zu schaffen: "Umso mehr freut mich das neue inklusive Angebot, das ganz normale Miteinander. Mitterteich und Lebenshilfe - das gehört zusammen, das ist ein Stück." Ab September 2020 wird es eine Übergangslösung für das noch nicht fertiggestellte Gebäude geben. Die SPD-Stadtratsfraktion Mitterteich sagte hierzu ihre Unterstützung zu: "Wir lassen die Eltern nicht hängen." Eine erste Krippengruppe besteht bereits seit September - noch in den Räumlichkeiten der Lebenshilfe.

Die Lebenshilfe hat derzeit mehrere Bauprojekte: Nicht nur das Haus für Kinder in Mitterteich, sondern auch der Umbau der ehemaligen Grundschule in Waldeck. Das dritte Bauprojekt ist das Kurzzeitwohnen in der Vorstadt in Mitterteich. Auf 140 Quadratmeter sollen 4 Wohnplätze für die vorübergehende Betreuung von Menschen mit Behinderungen geschaffen werden. Die Realisierung ist nur mit Hilfe der Städtebauförderung möglich. Franziska Höltl von der OBA, die das Wohnprojekt zukünftig betreuen wird, ergänzte: "Das ist eine wichtige Ergänzung zu den individuellen familienentlastenden Angeboten zu Hause und den Gruppen-Wochenend- und Ferienbetreuungsangeboten."

Brigitte Scharf nannte dies ein Paradebeispiel für eine Reaktion auf ein fehlendes Angebot im Landkreis Tirschenreuth. Die SPD erklärte sich bereit, das Projekt zu unterstützen: "Inklusion ist ein Grundwert der Sozialdemokratie. Der Grundstein ist gelegt. Wir zahlen gerne die Gardinenstangen."

Höltl ist auch zuständig für das Ambulant Unterstützte Wohnen, eine niedrigschwellige Betreuung für Menschen mit geistiger Behinderung oder psychischer Erkrankung. Derzeit werden vier Personen betreut, 7 sind beantragt. Bis 2021 ist das Projekt von Aktion Mensch gefördert. "Das ist ein wichtiges Angebot zur Verselbstständigung der Menschen mit Behinderungen", so Thomas Döhler.

Schulleiter Klaus Jahn nannte den Inklusions-Landkreis Tirschenreuth eine große Chance. Die Politiker erfuhren über Inklusionsprojekte gemeinsam mit der Grundschule. Positiv nannte Jahn dem Umstand, dass am Schulstandort Mitterteich alle Schulen bis auf Realschule und Gymnasium auf engsten Raum seien. "Wir haben hier nahezu alle Möglichkeiten, es tut sich viel bei uns", sagte Jahn abschließend.

CSU-Fraktionsvorsitzender Josef Schwägerl sagte, die Stadt sei stolz, dass die Lebenshilfe in Mitterteich eine Heimat gefunden hat.

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.