16.07.2020 - 10:22 Uhr
MitterteichOberpfalz

Spielspaß bei der Skihütte in Großbüchlberg

Einen Bouleplatz errichtet der TuS Mitterteich bei seiner Skihütte im Naherholungsgebiet Großbüchlberg. Noch heuer sind Spieler dort willkommen. 2021 folgt im Umfeld ein weiteres Projekt.

Der neue Bouleplatz soll direkt neben der Skihütte des TuS Mitterteich im Naherholungsgebiet Großbüchlberg entstehen. TuS-Präsident Anton Bauernfeind und Bürgermeister Stefan Grillmeier (von rechts) deuten auf die dafür vorgesehene Fläche.
von Udo Lanz Kontakt Profil

Der Bauausschuss hat am Montag den Antrag des Vereins zum Bau einer Anlage zum Spielen von Boule oder Boccia einstimmig genehmigt. Bürgermeister Stefan Grillmeier sprach von einer tollen Ergänzung der bereits bestehenden Freizeitangebote in Großbüchlberg, gerade mit Blick auf den Tourismus. "Der Campingplatz war jetzt am Wochenende voll ausgebucht", berichtete Grillmeier von einem Informationsbesuch. Und auch in der nächsten Zeit schaue es bei der Buchungslage sehr gut aus.

Förderung durch Ikom

Als besonders erfreulich wertete Grillmeier, dass der TuS Mitterteich für den Bau des Platzes Fördermittel aus einem Topf erhalte, den die Ikom Stiftland für Kleinprojekte ins Leben gerufen hat. Mit dem Vorhaben werde das Gelände rund um die TuS-Skihütte nun weiter aufgewertet. Weitere Schritte würden folgen, so Grillmeier. Der Bürgermeister erinnerte an ein Projekt vor einigen Jahren, bei dem im Wald im Umfeld der Skihütte Fitnessstationen geschaffen wurden. Diese sollen im kommenden Jahr auf einer verkürzten Strecke mit einer Länge von 1,5 bis 2 Kilometern gebündelt werden. Dazu habe er bereits Gespräche mit dem Bauhof geführt. Gemeinsam mit dem TuS soll dieses Vorhaben umgesetzt werden. Dadurch werde das Gebiet nochmals aufgewertet.

Im Bauausschuss der Stadt Mitterteich ging es auch um die Verkehrssicherheit

Mitterteich

Heribert Hegen (Wählergemeinschaft Zukunft Stadt Mitterteich) wollte wissen, ob der Bouleplatz für jedermann zugänglich sein werde. Stefan Grillmeier bestätigte dies, man müsse dafür kein Mitglied im TuS sein. Auf die Frage der Behindertenbeauftragten Hildegard Betzl nach der Barrierefreiheit erwiderte der Bürgermeister, dass der Bereich ebenerdig sei und die Wege befestigt würden.

Kritische Anmerkungen gab es im Bauausschuss beim Thema Barrierefreiheit

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Auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien gab TuS-Präsident Anton Bauernfeind bei einem Ortstermin weitere Informationen zu dem Bouleplatz. Die Idee sei auf seinen Dienstreisen zum Schott-Werk in Barcelona entstanden. "Direkt daneben gab es eine solche Anlage, da wurde täglich gespielt." Rentner und Jüngere seien dort zusammengekommen, Männer ebenso wie Frauen. Weil im Großbüchlberger Wald viele Wanderer unterwegs seien und auf einer Bank bei der Skihütte gerne Rast machten, könne er sich vorstellen, dass ein solches Angebot gut angenommen wird.

Den Aufwand bezeichnete Bauernfeind als gering. Geschaffen werden auf einer 12 mal 7 Meter großen Fläche zwei Spielfelder. Befestigt wird der Platz unter anderem mit einer Frostschutz-Schicht, darauf kommt Basaltsplitt. Gebaut wird auch eine Umrahmung. Anton Bauernfeind beziffert die Kosten auf rund 12 000 Euro, wobei 80 Prozent von Zuschüssen abgedeckt werden. Noch im Laufe des Sommers soll die Anlage fertig sein.

Mehrmals pro Woche

Der TuS-Präsident kündigte an, dass der Verein eine Grundausstattung an Kugeln und Zubehör anschaffen und Interessierten zur Verfügung stellen werde. Geplant sei, dass dazu mehrmals pro Woche zu festen Zeiten ein Mitglied bei der Skihütte anwesend sein werde.

Jeder sei zum Spielen willkommen, betonte Bauernfeind und hob auch den inklusiven Gedanken hervor. Bei der Lebenshilfe etwa stehe das Spielen von Boule bzw. Boccia schon seit längerem auf dem Plan.

Weitere Beschlüsse:

Wohnhaus-Neubau und Schuppen-Abbruch

Der Bauausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung noch weitere Anträge einstimmig genehmigt. Grünes Licht gab es für die Nutzung ehemaliger Gewerberäume in der Martin-Zehendner-Straße als Wohnräume und den Neubau eines Einfamilienwohnhauses am Glasmacherring. Nichts einzuwenden hatte das Gremium auch gegen den Abbruch eines Geräteschuppens in der Wehrgasse. Nicht zuletzt informierte Bürgermeister Stefan Grillmeier über die künftige Einstellung von Bauantragsunterlagen in das Ratsinformationssystem (RIS). Dazu hatte er eine Rechtsauskunft eingeholt. Auch hier gab es keine Einwände.

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