26.08.2020 - 14:53 Uhr
MoosbachOberpfalz

Vor 100 Jahren: Moosbacher Pater Götz kehrt aus Argentinien zurück

Pater Ferdinand ist für sein Wirken im Kongo allerorts bekannt. Pater Gregor Steger (geboren 1900), war von 1930 bis 1950 in Korea und wurde dort 1950 hingerichtet. Ein weiterer Missionar ist dagegen fast in Vergessenheit geraten.

Hundert Meter von der Wallfahrtskirche zur Wies wurde der Missionar Christoph Götz in der Gruber Mühle bei Moosbach geboren. 23 Jahre seines Lebens verbrachte er in Argentinien.
von Peter GarreissProfil

Es gibt nämlich noch einen dritten Missionar aus Moosbach, Pater Christoph Götz geboren in Grub unweit der Wieskirche, dem Argentinien zu seiner zweiten Heimat wurde. Der kleiner Ort Grub hat in der Vergangenheit einige große Söhne hervorgebracht. Einer davon ist Missionar Götz. Der Pater wurde vor fast 150 Jahren, am 28. Juni 1871, in der Gruber Mühle geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in Moosbach kam er auf Betreiben des Moosbacher Pfarrers Franz Xaver Wild am 5. März 1886 nach Steyl in Österreich und absolvierte dort seine Gymnasialstudien.

Pater Ferdinand auf Heimaturlaub

Tröbes bei Moosbach

Das Ordenskleid der Gesellschaft des Göttlichen Wortes empfing er in Sankt Gabriel bei Wien am 25. März 1893, dem Feste Mariä Verkündigung. Nach der Vollendung seiner philosophischen und theologischen Studien wurde er am 1. und 2. Mai 1897 in der Kapelle des Missionshauses St. Gabriel bei Mödling in Niederösterreich zum Priester geweiht.

Der Stifter des Steyler Missionswerkes Pater Arnold Janssen, bestimmte ihn für Argentinien. Am 21. September 1897 reiste er an seine neue Wirkungsstätte. Wochenlang dauerte die Überfahrt mit dem Schiff nach Südamerika. In schwierigen Zeiten großer politische Unruhen und Bürgerkriege war er dort 23 Jahre unermüdlich in der Seelsorge und im Unterricht tätig. Nicht zu beschreiben sind das Leid und die vielen Opfer, die er in dieser langen Zeit über sich ergehen lassen musste.

Ein hartnäckiges Leiden zwang ihn, im Sommer 1920 Argentinien zu verlassen und nach Steyl zurückzukehren. Hier schenkte er die letzten 16 Jahre seines Priestertums dem gekreuzigten Heiland in stiller Zurückgezogenheit und steter Opferbereitschaft. Bis 1935 war es ihm nur mit besonderer Hilfe noch möglich, täglich das hl. Messopfer zu feiern. Dann verschlechterte sich aber sein Gesundheitszustand rapide. Seit Anfang 1937 war er in Pflege im Haus Kannen bei Münster in Westfalen. Am Morgen des 19. August 1937 erlöste der Tod den Missionar im Alter von 66 Jahren von einem langen und schweren Leiden. Beerdigt wurde er auf dem Klosterfriedhof des Missionshauses St. Arnold, Neuenkirchen bei Rheine.

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