Für die Landkreise in der Oberpfalz und ihre Gemeinden werde der Zuzug von Geflüchteten immer mehr zur Belastungsprobe. Das sei laut einer Pressemitteilung bei der Tagung der Oberpfälzer Landräte in Moosbach (Landkreis Neustadt/WN) deutlich geworden. „Die Lage ist mehr als dramatisch“, sagte Landrat Richard Reisinger, Sprecher der Oberpfälzer Landräte. Es mangele an Unterbringungsmöglichkeiten für Geflüchtete – und auch der finanzielle und personelle Aufwand steige permanent, auch wenn er größtenteils kompensiert werde, so steht es weiter in der Mitteilung.
"Manche Landkreise können keine Flüchtlinge mehr aufnehmen und wir wollen es auch in dieser bisherigen Form nicht", wird der Landrat des Landkreises Amberg-Sulzbach zitiert. Es brauche Grenzen, Zeit und finanzielle Mittel für die Integration. Einig sind sich die Landkreischefs auch, was Turnhallen als Unterkunft für Geflüchtete angeht: Diese kommen laut Mitteilung für die Landräte nicht infrage.
Auch der vermehrte Antisemitismus war Thema der Landrätetagung. Ludwig Spaenle, Antisemitismusbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, rief als Referent zu mehr Solidarität mit der jüdischen Bevölkerung auf.













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