Ebenfalls wie von den anderen Fraktionen wird es von den Freien Wählern als bedauerlich empfunden, dass die über 100-jährige Tradition der Schule in Nabburg durch einen Beschluss des Ministeriums beendet wird. Aber hier zeige sich auch, dass der Einfluss der Stadt auf die Schließung relativ gering ist, denn Mieter und Betreiber der Schule ist der Freistaat Bayern, vertreten durch das Ministerium für Landwirtschaft und Forsten. Auf dieser Ebene ist die Entscheidung für die Umstrukturierung und Verkleinerung auf zwei Schulen mit den Standorten in Weiden und Cham getroffen worden.
Auf Rückfrage erklärte Schulleiter Georg Mayer, dass aufgrund rückläufiger Schülerzahlen der Landwirtschaftsschule seit 2010 bereits ein jährlicher Wechsel für das erste Semester zwischen Nabburg und Cham erfolgte. Vorher konnten in beiden Schulen jeweils Erstsemester eingerichtet werden. Weiden kam bedingt durch erheblich größere Zahlen für eine Veränderung nicht in Betracht. Trotz guter Lage war es daher für Nabburg schwer, sich gegenüber Cham zu behaupten. Fraktionssprecher Albert Bruckner bezeichnete es in einer Stellungnahme als "nicht hilfreich zu lamentieren, sondern eine sinnvolle Nachnutzung der beiden Unterrichtsräume zu finden". Der vom Bürgermeister ins Spiel gebrachte Vorschlag, hier einen E-Learning-Campus in Verbindung mit dem Bayern-Lab einzurichten, ist für die Freien Wähler ein guter Ansatz.
Da das Landwirtschaftsamt unabhängig von der Landwirtschaftsschule, wenn auch in strukturell abgeänderter Form, in vollem Umfang in Nabburg bestehen bleibt, sei es daher vollkommen abwegig, für die zwei frei werdenden Räume in der Landwirtschaftsschule an eine Auslagerung von Kita- oder Kindergartengruppen aus Diendorf zu denken und hier ein Kostensparpotenzial zu sehen. Ebenso liege ein Vergleich der Schulschließung mit der Dimension des damaligen Abzugs des Nabburger BGS-Stützpunktes fernab jeglicher Realität. "Daher ist es zum jetzigen Zeitpunkt nicht sinnvoll, sich gegenseitig mit Vorwürfen zu überziehen, sondern im Hinblick auf die Zukunft sich Gedanken über eine sinnvolle Verwendung der beiden frei werdenden Unterrichtsräume im Landwirtschaftsamt zu machen", betonte Albert Bruckner.

















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