11.10.2019 - 00:00 Uhr
Neudorf/Luhe-WildenauOberpfalz

Tina Trummer bleibt im Rennen bei "The Voice of Germany"

Zwei Gegner auf der Bühne hatte Tina Trummer noch nicht. Doch auch diesen Test besteht die Neudorferin. Sie kommt im TV-Casting abermals weiter. Oberpfalz-Medien berichtet sie, warum sie trotz Megalobs daran zweifelte.

Für Tina Trummer geht die Reise im TV-Casting weiter.
von Stefan Zaruba Kontakt Profil

Tina Trummer macht ihr Ding. Auch in der Online-Ausstrahlung der "Comeback Stage" am Donnerstagabend nahm die Sängerin aus Neudorf (Luhe-Wildenau) die Hürde und kam eine Runde weiter - zurück auf dem Weg auf die große Bühne bei "The Voice of Germany" (Pro Sieben und Sat.1). Dieses Mal trat die 36-Jährige vor Nico Santos gegen zwei Mitbewerber an und konnte den Coach und Juror mit ihrer Interpretation von "Sweet Child o' mine" von "Guns N' Roses" überzeugen.

Die Gegner in dem Dreier-Wettstreit waren Celine Abeling mit "Auf anderen Wegen" von Andreas Bourani und Bastian Stein mit "Wie kann ein Mensch das ertragen" (Philipp Poisel). Jeder Kandidat hatte sich sein Lieblingslied aussuchen dürfen. "In der letzten Runde habe ich die Songs ausgewählt", erklärte Nico Santos. "Jetzt müssen die mich überzeugen mit ihrer Songauswahl." Eine Variante, die Tina Trummer schätzte, wie sie im Video sagt. "Es kommt mir wahnsinnig entgegen, dass ich mir den Song selber aussuchen kann - weil du mit einem Song, den du kennst, den du 100 000 Mal gesungen hast, ein ganz anderes Gefühl transportieren kannst wie mit einer Nummer, die du vorher noch nie gehört hast."

Daheim bei Tina Trummer in Neudorf

Neudorf/Luhe-Wildenau

Auch Nico Santos bemerkte die Routine der 36-jährigen Bandsängerin. "Man merkt sofort, sie kann den Song perfekt. Sie spielt so ein bisschen damit." Im Coaching tauschten sich die beiden zwar über Tempo-Probleme aus ("mir fehlt echt ein Schlagzeug"), aber als es darum ging, lieferte Tina ab. "Sehr cool!", fand es auch Nico Santos und gab ihr wie Celine Abeling schließlich das Ticket für die nächste Runde. In einer Woche soll eine Folge online gehen, in der Tina Trummer erstmals gegen einen aus einem Jury-Battle von "The Voice of Germany" ausgeschiedenen Kandidaten antritt.

Tina Trummer singt "Sweet Child o' mine" von "Guns N' Roses".

Von Tinas Nervosität war wenig zu spüren. Wie aufgeregt sie vor der Entscheidung war, schildert die Neudorferin am Freitagmorgen Oberpfalz-Medien: "Ich saß auf dieser Couch und war schweißgebadet." Trotz des Dauerlobs von Nico Santos? Gerade deswegen: "Ich hatte zwischendurch schon Angst, weil Nico so gar nichts zu kritisieren hatte und meine Konkurrenten alles aufgesogen hatten, was er ihnen im Coaching gesagt hatte. Ich dachte: ,Nicht, dass ich mir zu sicher bin in dieser Sache.'" Auch am Freitag hallen die Eindrücke nach: "Ich bin immer noch geflasht, dass ich nochmal eine Runde weiter darf. Das ist mein viertes Lied nächste Woche im Wettbewerb, und ich freue mich, dass ich mich einfach nochmal beweisen darf."

Tina Trummer beim "Voice auf Germany"-Auftakt

Angesichts des Ausscheidens von Bastian Stein sei ihr "auch ein bisschen das Wasser in die Augen geschossen" - das mögliche eigene Aus vor Augen: "Weil ich mir gedacht habe: ,Okay, jetzt könnt's vorbei sein. Es könnte das letzte sein, was du hier siehst." Den Umgang der Kandidaten untereinander beschreibt die Oberpfälzerin als freundschaftlich: "Wir haben uns alle wirklich gut verstanden, und jeder hätte es dem anderen vergönnt, weiterzukommen." Mit Celine habe sie jeder Probephase durchlebt. "Ich war total froh, dass wir zwei jetzt in die nächste Runde gekommen sind."

Tina Trummer erstmals auf der "Comeback Stage"

Dass es nicht leichter wird, ist Tina Trummer klar. "Es wird auf jeden Fall jetzt hart, weil die Konkurrenz uns einen Schritt voraus ist. Die waren in den richtigen Battles. Das waren Kandidaten, die von den Coaches gleich gebuzzert wurden." Deswegen hoffe sie, dass sie auch die nächste Runde überstehen werde – "es sind nur noch zwei bis zum Halbfinale". Sie habe "Blut geleckt" und wolle so weit kommen wie möglich "und wieder auf diese große Bühne zurück und den anderen Coaches vielleicht zeigen, dass sie einen Fehler gemacht haben". Bei der so genannten "Blind Audition" hatte sich kein Coach für Tina Trummer entschieden.

Noch eine Oberpfälzerin kämpft bei "The Voice of Germany"

Maxhütte-Haidhof

In der "Comeback Stage" erhalten ausgewählte Kandidaten, die in den Blind Auditions nicht weitergekommen sind, eine zweite Chance und können auf der Zielgeraden wieder zum eigentlichen Wettbewerb von "The Voice of Germany" mit den Juroren Rea Garvey, Sido, Mark Forster und Alice Merton zurückkehren.

Info:

Die Sache mit dem Sprachfehler

Ganz charmant schneidet die "Comeback Stage"-Folge auch an, dass die erfahrene Sängerin Tina Trummer beim Sprechen leicht lispelt. "Hast du mich grad verarscht?", fragt die Neudorferin im Video, als sie meint, ein Lispeln beim Coach Nico Santos gehört zu haben. Der wiederum berichtet über seine Verblüffung darüber, "wie weg ihr Sprachfehler ist, wenn sie auf Englisch singt". Auch Tina erzählt in der Folge, dass sie selbst keine Ahnung habe, "warum ich es da abschalten kann, und bei einer deutschen Nummer überhaupt ned". Oberpfalz-Medien erzählt die 36-Jährige am Freitag über den Zusammenschnitt: "Auf meinem Sprachfehler wird gut rumgeritten. Das find ich aber irgendwie auch ganz lustig; ich hab's ja selbst auch thematisiert. Aber ich konnte bei dem Lied gestern noch einmal beweisen, dass er nicht existent ist, wenn ich auf Englisch singe."

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