25.09.2019 - 18:34 Uhr
Neudorf/Luhe-WildenauOberpfalz

Tina Trummer von "The Voice of Germany" träumt vom eigenen Album

Tina Trummer hütet ein großes Geheimnis: Sie weiß bereits, wie es mit ihr bei "The Voice of Germany" weitergeht. Doch verraten kann die Sängerin aus Neudorf bei Luhe-Wildenau es noch nicht.

Tina Trummer (36) in ihrem Wohnzimmer in Neudorf bei Luhe. Darin steht ein Klavier, doch "im musikalisch Begleiten bin ich total der Depp", sagt sie. "Ich brauche immer meine Band. Ich bin ,nur' Sängerin."
von Sonja Kaute Kontakt Profil

"Es ist unglaublich schwer, nichts zu sagen. Ich teile mich nämlich schon sehr gerne mit", lacht die 36-Jährige. "Aber ich möchte es spannend bleiben lassen." Auch aus vertraglichen Gründen kann sie nicht verraten, ob sie das nächste Gesangsduell für sich entschieden hat oder nicht. Also bleibt es beim Stand der Dinge, der im Fernsehen bereits ausgestrahlt wurde: Die Neudorferin kann auf die Rückkehr auf die große Bühne hoffen, denn sie hat das erste Duell in der "Comeback Stage" (eine Parallel-Show für eine zweite Chance) gewonnen. Damit kann sie Stand jetzt mit etwas Glück im Halbfinale zum eigentlichen Wettbewerb zurückkehren. Es wird am 3. November live gesendet.

Klar ist auch: An diesem Donnerstagabend wird der nächste Auftritt von Tina Trummer noch nicht zu sehen sein. Das nächste Duell der "Comeback Stage" mit ihr wird erst am 10. Oktober parallel zur "Blind Audition" aus dem Hauptwettbewerb im Fernsehen ausgestrahlt und ein paar Stunden später bei Youtube zu sehen sein. Darin tritt sie entweder gegen Celine Abeling aus der vergangenen Woche oder den Teilnehmer aus der Sendung von diesem Donnerstag an. Welches Lied sie vortragen wird - ein Geheimnis.

Tina Trummer auf der Bühne von "The Voice of Germany".

"Ein bisschen paranoid"

Tina Trummer geht ihren Weg weiter

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"Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal zu diesem elitären Kreis gehöre. Das ist schon ein berauschendes Gefühl", berichtet die Sängerin. Das liegt auch daran, dass Tina Trummers Handy glüht, seitdem sie am Wettbewerb teilnimmt. "Die ,Comeback Stage' wird ja nicht nur online gesendet, sondern auch nachts um 3 Uhr im Fernsehen. Nach der Ausstrahlung brummt sofort mein Handy. Auf der Arbeit, im Dorf oder auf dem Volksfest werde ich immer angesprochen, auch von fremden Leuten." Entsprechend liefen ihre Profile in den sozialen Medien über.

Zwischen den Aufzeichnungen liegen der 36-Jährigen zufolge meist vier Wochen. Bevor man überhaupt bis zu diesem Punkt kommt, habe man aber schon "viele, viele Runden, die man bestehen muss, um in der Auswahlrunde zu landen". Danach heißt es mehrere Wochen warten - auf die Nachricht, ob man es tatsächlich geschafft hat. "Man weiß nicht, wie man es gesagt bekommt. Steht auf einmal ein Kamerateam bei der Arbeit? Kriegt man einen Anruf? Man wird ein bisschen paranoid", so die studierte Textildesignerin.

Plötzlich trockener Mund

"Kurz vor dem Auftritt in der ,Blind Audition' ist man gut beschäftigt. Es werden Interviews gegeben, auch von Familie und Freunden. Man sitzt mit ihnen in einem Raum, in dem eine Uhr steht. Die zählt fünf Minuten runter. Dann wird man verkabelt, rausgeführt und steht alleine mit den Kameraleuten vor dem Tor auf der Bühne. Da habe ich plötzlich einen ganz trockenen Mund bekommen. Ich hatte das Gefühl, seit Stunden nichts getrunken zu haben. Man sieht auf den Aufnahmen, dass ich versuche, den Mund anzufeuchten. Dann geht das Tör plötzlich auf, und hinter dir schreit einer ,Go!'"

Bei der "Comeback Stage" laufe es dagegen etwas entspannter ab. "Es ist ein kleineres Studio, eher wie ein Wohnzimmer. Es sind nur wenige Leute da und es geht kein Tor auf." Wenn etwas falsch laufe, gebe es aber keinen zweiten Drehversuch, denn sonst sei man dadurch im Vorteil vor den anderen Teilnehmern im Hauptwettbewerb. "Mir hat da aber das Publikum gefehlt. Das brauche ich. Es feuert einen an und war bei mir extrem laut. Ich konnte mit dem Publikum arbeiten, was ich ja sonst auf der Bühne auch mache."

Die 36-Jährige singt seit 2016 in der Band "Midnight Ladies", einer wie sie sagt "klassischen Bierzelt- und Oktoberfest-Band. Wir schauen nicht nur gut aus, sondern können auch richtig Musik machen", sagt Tina Trummer über die Gruppe. "Ich habe immer gesagt, ich kann singen, aber ich bin ,nur' eine Coverband-Sängerin", erzählt sie. Sie habe nie das Gefühl gehabt, dass ihre Stimme einen Wiedererkennungswert habe. "The Voice of Germany" habe ihr jetzt schon mehr Selbstbewusstsein als Sängerin gegeben. Sie nehme einiges mit von den Tipps der Vocal Coaches, die mit den Teilnehmern trainieren. Obwohl sie sich das früher nie habe vorstellen können, wolle sie nun auch eigene Musik machen, verrät sie. Es wäre ihr Traum, ein eigenes, eher rockiges Album aufzunehmen und damit erfolgreich zu sein. "Aber da fällt man nicht einfach rein, da muss man was für tun." Sie müsse nun erst einmal lernen, Lieder zu schreiben. Anregungen dafür hole sie sich bei anderen Teilnehmern von "The Voice of Germany".

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Mami im TV

In der Zwischenzeit geht die 36-Jährige ganz normal arbeiten. Sie ist fachpraktische Ausbilderin für Produktdesign an der FOS/BOS Weiden. Dort war sie früher Schülerin. Heute konzipiert und produziert die gelernte Augenoptikerin mit den Elftklässlern unter anderem Brillen-Modelle.

Ehemann Michael, der in der Band "Highline" spielt, unterstützt sie in ihren Vorhaben. Ihr dreijähriger Sohn bekommt von dem Rummel um seine Mutter wenig mit. Er habe sie im TV gesehen, erzählt sie. "Und dann hat er gefragt, ob ich da wieder rauskomme."

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