Helga Bär feierte ihren 85. Geburtstag in ihrem Lebensmittelpunkt: dem Gasthof "Zum weißen Ross" in Neukirchen, besser bekannt als der „Hoser-Bär“. Schon mit 17 Jahren war die Jubilarin nach Neukirchen gezogen. Grund dafür war die große Liebe. Ihren Mann Helmut hat Helga bei einem Tanzkurs in Sulzbach kennengelernt. Ursprünglich stammte sie aus Amberg.
Ein Jahr später haben die beiden geheiratet und übernahmen den Gasthof der Schwiegereltern in Neukirchen. Dabei gehörte zu dem Grundstück nicht nur der Gastronomiebetrieb, sondern auch noch eine Metzgerei und ein Stall, in dem die Familie ihre eigenen Schweine hielt und schlachtete. Zusätzlich war Helmut Bär noch bei der Deutschen Bahn tätig, weswegen es an Helga lag, den Gasthof zu bewirten. Geholfen haben ihr dabei ihre drei Kinder, die schon von klein auf das Bedienen lernten. Für den Erhalt des jahrhundertealten Familienbetriebs erhielt Helga sogar mehrere Urkunden.
Heute hat das Neukirchener Gasthaus schon seit über zehn Jahren wegen fehlender Nachfolger geschlossen. Dabei wurde das Lokal früher nicht nur für Stammtische, sondern auch für große Feiern genutzt. Hochzeiten, Faschingsbälle und Jubiläen fanden in dem Saal neben der Gaststube statt. Auch die örtlichen Kirwaleute fanden häufig Platz bei Helga Bär.
„An der Kirwa war die Bude immer voll“, erzählt die Neukirchnerin. Für den 85. Geburtstag wurde die Stube noch mal zu neuem Leben erweckt, um mit Familie und Freunden zu feiern. Den zukünftigen Generationen wünscht Helga viel Gesundheit und rät, die Arbeit nicht zu scheuen. Aber vor allem solle man sich in der Familie von kleinen Streitereien nicht entzweien lassen. „In jeder Küche raucht’s mal“, sagt die 85-Jährige. Doch in der Familie Bär blieb häufig wenig Zeit für Reibereien, denn meistens warteten schon die nächsten Gäste auf ihren Schweinebraten.













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