22.06.2021 - 15:00 Uhr
NeukirchenOberpfalz

Schaurig-schön: Osterhöhle bei Neukirchen wieder offen

Egal ob zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto: Die Osterhöhle bei Trondorf in der Gemeinde Neukirchen ist immer einen Besuch wert. Seit Mitte Juni ist die Osterhöhle wieder offen.

Die Osterhöhle, zu der auch eine Hüte und ein Biergarten gehören, öffnet normalerweise am Karfreitag. Wegen Corona hatte sich der Termin heuer auf Mitte Juni verschoben.
von Externer BeitragProfil

Traditionell beginnt die Höhlensaison im Amberg-Sulzbacher Land immer am Karfreitag. Doch da machte die Corona-Pandemie dem Pächter John Engelhard und seinem Team einen Strich durch die Rechnung. Jetzt ist fast wieder Regelbetrieb möglich – dank großer Vorarbeit und einem gut ausgearbeiteten Hygienekonzept.

Die weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannte Tropfsteinhöhle mit ihrem idyllischen Biergarten ist seit Jahrzehnten ein Anziehungspunkt. Für Einheimische, aber auch für Touristen und Höhlenbegeisterte. Im Biergarten haben über 100 Menschen zwischen den Bäumen Platz. Zur Osterhöhle gehört außerdem eine urige Hütte.

Kein künstliches Licht

Bei einer Führung durch die Tropfsteinhöhle erleben die Besucher nicht nur interessante Kalkformationen, sondern auch eine natürliche Stimmung, da die Höhle nicht künstlich beleuchtet ist. 1905 war die 185 Meter lange Höhle zur Besichtigung hergerichtet worden. 1935 wurde sie zu ihrer jetzigen Form ausgebaut. Ihre erste urkundliche Erwähnung reicht weit zurück, bis ins Jahr 1630. Damit gilt sie als eine der ältesten bekanntesten Höhlen der Oberpfalz.

Der Name Osterhöhle hat mit dem christlichen Osterfest nichts zu tun. In der Germanenzeit war in der Region die Göttin Göttin Ostara sehr verehrt worden. Von ihr leitete sich der Name Ostern ab, was zur späteren Namensgebung der Höhle führte. "Das schönste Erlebnis haben Besucher gleich zu Beginn der Führung im größten und auch höchsten Raum der Höhle: im Dom“, wissen die Höhlenführer Kathrin Ertel und Dominik Gruber. Dort können die Besucher nicht nur verschiedene Tiergestalten entdecken, sondern auch einiges über die Entstehung der Höhle erfahren. Mit ihrer schaurig-schönen Atmosphäre bekommen die Besucher tiefe Einblicke in die Unterwelt.

Wanderwege rund um Neukirchen

Die Führung durch die Höhle dauert eine halbe Stunde, danach kehren viele Teilnehmer noch gerne auf ein Getränk oder eine Oberpfälzer Brotzeit im Biergarten ein. Rund um Neukirchen finden Ausflügler außerdem unzählige Wanderwege vor, die alle sehr gut ausgeschildert sind. „Die meisten Gäste kommen mit dem Zug", weiß Bedienung Inge Paulus. Die Besucher steigen in Neukirchen aus "und kommen dann zu Fuß". Der bekannteste Wanderweg in der Gegend ist der Traumpfad. Ihn haben 2002 der Naturpark Veldensteiner Forst, die Stadt Sulzbach-Rosenberg und die Gemeinde Neukirchen realisiert. Von der Osterhöhle nach Niederricht und zurück kommt man an zehn ausdrucksstarken Bildern der Künstlerin Evi Steiner-Böhm vorbei.

Ein kleiner Einblick in die mystische Untwelt der Osterhöhle.
Die Öffnungszeiten:
  • Die Osterhöhle ist von Ostern bis Ende Oktober zugänglich.
  • Geöffnet ist die Höhle in dieser Zeit samstags, sonntags und an Feiertagen, jeweils von 11 bis 16.30 Uhr (letzte Führung).
  • Biergarten und Hütte sind von 10 bis 22 Uhr offen.

Traumpfad wurde 2015 wieder eröffnet

 

 

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