(anv) "Wir stehen noch ganz, ganz am Anfang", sagte Bürgermeister Martin Birner gleich zu Beginn der Stadtratssitzung und meinte damit die Planungen um das Gelände der alten Gärtnerei Roßkopf. Bevor der Wettbewerb ausgeschrieben wird, bei dem 15 Architekturbüros ihre Vorschläge zur Gestaltung einreichen können, hatten die Bürger die Gelegenheit, dem Stadtrat Einwände vorzutragen.
Elf Schreiben, hauptsächlich von Anwohnern rund um das Gelände, gingen ein und wurden vor dem Gremium besprochen. Die wiederkehrenden Themen waren: Überarbeitung der schalltechnischen Untersuchungen, Festlegung der sortimentsspezifischen Verkaufsflächen, Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts, Geschossigkeit, Bedenken wegene bestehender Photovoltaik-Anlagen, Zunahme des Verkehrs, Versiegelung der Flächen und die Zufahrt zur Aschenbrenner Straße. "Es ist ein Thema, das die Menschen sehr emotionalisiert", gab Birner zu bedenken. Die Ängste der Bürger wurden zur Kenntnis genommen und diskutiert, teilweise in den Beschluss aufgenommen.
Zum Beispiel wurde beschlossen, dass auf eine Nebenzufahrt über die Aschenbrenner Straße verzichtet wird. Einige Gremiumsmitglieder der 20 Anwesenden sprachen sich für einen Kreisverkehr aus, so auch Klaus Zeiser von der CSU. "Nur eine Zufahrt zu dem Areal und dann auch noch über eine Linksabbiegerspur das ist, befürchte ich, nicht zu bewältigen", äußerte sich Zeiser. Einig waren sich die Anwesenden aber, dass die unterschiedlichen Anbindungsmöglichkeiten für die Architekten offen sein sollten. Außerdem wird im Wettbewerbsgremium ein Vertreter des staatlichen Bauamts dabei sein, um die Varianten auf die Verkehrstauglichkeit zu prüfen. "An der Verkehrsanbindung solle es nicht scheitern, hieß es aus dem Stadtrat. Ein endgültiger Beschluss wurde zurückgestellt, da erst einzelne Anbindungsvarianten im kleinen Kreis abgestimmt und dann dem Gremium präsentiert werden.
Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Aufstellung des Bebauungsplans des Baugebiets "Nördlich der Stephanstraße III". Dieses ist durch eine Planungsänderung nun auch an die Schwarzachtaler Straße angebunden, was die Anwesenden begrüßten. Zusammen mit dem Neflinger Weg sei das Verkehrsaufkommen gut zu bewältigen, wie eine verkehrsplanerische Untersuchung von Geoversum belegt.
Das Ingenieurbüro Weiß, Planen und Beraten GmbH, ist für die Erstellung des Bebauungsplanes zuständig. Das neue Baugebiet hat zum Ziel, die Verdichtung der Stadt Neunburg voranzutreiben. "Das ist uns recht gut gelungen", sagte Birner. Auch der Ausbau der Ortsstraße "Ufertal" war Thema im Stadtrat. Wegen zahlreicher Wasserrohrbrüche in der Vergangenheit bestünde dort dringender Handlungsbedarf. Alle Wasserleitungen und die Kanalisation müssen erneuert werden. Bei dieser Gelegenheit wird die gesamte Stichstraße saniert. Damit beauftragt wurde das Ingenieurbüro Weiß. Martin Dunst stellte den Plan vor. 250 Meter neue Wasserleitungen und eine neue Abwasseranlage sind geplant. Zusammen mit dem Straßenbau belaufen sich die Kosten voraussichtlich auf 1,5 Millionen Euro. Der Stadtrat genehmigte den Entwurf. Nun folgt eine öffentliche Ausschreibung der Baumaßnahmen.
Schnell abgehandelt war auch der Erlass der Benutzungssatzung der alten Fronfeste, die nun "Fronfeste - Haus der Begegnung für Jung und Alt heißt. Hier wurde geändert, dass das Gebäude von jedermann genutzt werden kann, und nicht, wie zunächst vorgesehen, von allen außer politischen Parteien.

















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