(arw) In seiner Begrüßung aus Anlass der Abschlussfeier der staatlich anerkannten Berufsfachschule für Altenpflege und der staatlich anerkannten Berufsfachschule für Altenhilfepflege des BRK, überbrachte der Bildungsbeauftragte des BRK Bezirksverbandes Niederbayern/Oberpfalz Uwe Suchomel, die Grüße des Kultusminister Bernd Sibler. Es freute ihn, dass so viele Ehrengäste, die Vertreter der verschiedenen Pflegeeinrichtungen und des BRK, den Absolventen ihre Aufwartung machen.
"Ihr habt drei Jahre gelernt und gebüffelt, jetzt ist es vorbei. Mit dem Abschluss habt ihr gezeigt, das euch was an dem Beruf liegt", sagte der BRK-Vertreter. Doch ausgelernt hat man nie. "Alle, die heute ihre Ausbildung hinter sich haben, sind der Garant, das wir alt werden können", sagte Landrat Andreas Meier. Der Dienst am Menschen sei kein Job wie am Fließband, so Meier. "Habt viel Freude an der wichtigsten Aufgabe an der Gesellschaft."
Die Klasse K 17 führte einen Sketch auf, der mit "Pflegenotstand" überschrieben war. Fünf "Patienten" hatten auf der Bühne Platz genommen. Der Pfleger war mit Trillerpfeife ausgerüstet. Auf sein Kommando mussten alle hören und die Windeln runter lassen. Mit nur einem Waschlappen tätigte der Pfleger die nötigen Aufgaben, eine Zahnbürste musste für alle reichen, ebenso ein Becher zum Mund spülen. Für den letzteren blieb nichts mehr übrig. Für jeden blieb nur ein Blatt Toilettenpapier übrig und die letzten beiden mussten sich dieses sogar teilen.
"Solch eine Fließband-Pflege möchte ich nicht erleben", gab Bürgermeister Rupert Troppmann zu verstehen. "Ihr habt einen Beruf für und mit den Menschen." Der Rathauschef bat, die jungen Leute, in der Region zu bleiben. Weitere Grußworte sprachen Stadtpfarrer Josef Häring, Pfarrer Ulrich Gruber, und Thomas Würdinger von der Weidner Arbeitsagentur. Es folgten Reden und Gedichte der Klasse K16 und K17 sowie der Abschlussklasse APH12 und K15. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Erna Mayrhofer-Dötsch und Erhard Feichtinger.
Bevor alle ihre Abschlusszeugnisse überreicht bekamen, wandte sich die Schulleiterin Iris Engelbrecht-Schärl nochmals an die Zuhörer. "Krankenpflege ist keine Ferienarbeit, sie ist eine Kunst, die gefördert werden soll. Sie braucht eine große Hingabe, Vorbereitung wie das Werk eines Malers oder Bildhauer", sagte die Leiterin. Engelbrecht-Schärl bezeichnete die Pflege als eine der schönsten Künste, sogat die schönste aller Künste. "Jeder von ihnen hat die Abschlussprüfung gemeistert. Sie haben wirklich das Recht auf diesen Erfolg stolz zu sein", sagte sie abschließend.
Neustadt an der Waldnaab
30.07.2018 - 15:35 Uhr
Keine Fließband-Arbeit
von Werner Arnold
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