Bürgermeister Rupert Troppmann ist es gelungen, Grundstückseigentümer zu überzeugen, ein bisschen was von ihrem Besitz für einen Geh-und Radweg zwischen Gramau und Rumnpler an die Stadt zu verkaufen. Nächstes Jahr könnte der Bau losgehen.
"Das wünschen wir uns seit 20 Jahren", warb CSU-Sprecher Josef Arnold für das Projekt. Der Geh- und Radweg soll etwa drei Meter breit werden. Er beginnt an der Tirschenreuther Straße und führt am Aldi-Markt vorbei in Richtung B 15. Dort soll er aber nicht enden, sondern als reiner Gehweg auf der anderen Straßenseite Richtung DJK-Gelände weitergeführt werden. Als Querungshilfe an der B 15 schlug Arnold eine Fußgängerampel mit Umschaltknöpfchen vor.
"Von der Ampel hören wie zwar zum ersten Mal, aber warum nicht", signalisierte Achim Neupert für die SPD Einverständnis. Auch die Freien Wähler waren mit einer Ausnahme dafür. Allerdings muss noch mit Straßenbauamt, Landratsamt und Polizei geklärt werden, ob an dieser Stelle in Höhe der Einfahrt zu Aldi so eine Ampel möglich ist. Wenn nicht, würde der Radweg nicht scheitern. Arnold hält als Querungshilfe indes wenig von einer Verkehrsinsel wie in der Knorrstraße. "Dann ist es dort genauso gefährlich wie bisher."
Der finanzielle Aufwand hält sich im Rahmen. Bei 205000 Euro Gesamtkosten sind 100000 Euro Förderung in Aussicht. Die Planungsarbeiten übernimmt das Inegnieurbüro Zwick.
Im Neustädter Stadtrat gibt es keine Grünen. Auf Landesebene wird dagegen eifrig darüber spekuliert, ob Schwarz und Grün eventuell in einer Koalition zusammenpassen. Solange das nur Gedankenspiele sind, muss eben mal ein CSU-Mann mal den Öko machen. Josef Arnold tat dies im Stadtrat so, dass ihm wohl Anton Hofreiter oder Claudia Roth die Füße küssen würden. Hintergrund war der Einwand von Zacharias Rebl (Freie Wähler) zum Vorschlag, den neuen Geh- und Radweg nicht mit einer Fußgängerampel über die B 15 zu führen. Die bremse nur den Verkehr. Das veranlasste den CSU-Sprecher zu einer grünen Grundaussage: "Von 1950 bis 1980 ist unsere Stadt für Autos umgebaut worden. Jetzt ist es Zeit sie von den Autos zurückzuholen."













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