Den größten Brocken, den der Neustädter Stadtrat bei der Städtebauförderung noch in diesem Monat beantragt, sind 1,2 Millionen Euro für den Neubau des Stadtplatzes 43, das sogenannte Trommer-Anwesen. Weitere 100.000 Euro sind für den Abriss an dieser Stelle bei der Regierung angemeldet. Entstehen soll als oberer nördlicher Abschluss der guten Stube der Stadt ein großes Gebäude mit kronenartig angeordnetem Giebel, das als Siegerentwurf aus einem Architektenwettbewerb hervorgegangen ist.
Zu den möglichen Projekten, für die die Stadt bis Monatsende die Anträge über insgesamt knapp 2,5 Millionen Euro auf den Weg bringt, gehört auch die Alte Lateinschule unterhalb des Stadtplatzes am Abhang in der Fröschaustraße sowie der gegenüberliegende Parkplatz. 350.000 Euro sollen zur Finanzierung beitragen, das marode Gebäude und die Stellflächen zu kaufen, es rückzubauen und zu sanieren. Die gleiche Summe steht in der Auflistung für die mögliche Maßnahme "Quartiersgarage Stadtmühlweg". Sie könnte die Parksituation im Bereich der Arztpraxis und des Friseurs an der Naabbrücke entspannen. Mit 250.000 Euro will die Stadt die drei markanten Häuser unterhalb der Musikschule bei der Teufelsinsel sanieren. 50.000 Euro betreffen das kommunale Förderprogramm, 25.000 Euro die Erweiterung des Sanierungsgebietes und 10.000 Euro sonstige Kosten.
"Mit dem Betrag von 2,4 Millionen Euro sind wir auf Rekordhöhe", betonte SPD-Sprecher Rainer Hetz. "Daran sieht man, das angepackt wird." Etwas kritisch sehe die SPD die Schaffung einer Quartiersgarage. "Das sollte mit der Regierung noch einmal abgeklärt werden." Der Förderantrag stelle schließlich noch keinen Beschluss dar, das Projekt tatsächlich zu realisieren. "Wichtig ist, dass wir den Fuß in der Tür haben, um Fördergelder zu bekommen", ergänzte der Freie Wähler Karl Meier. "Bei einzelnen Projekten müssen wir erkunden, was wir tatsächlich verwirklichen wollen und uns Gedanken machen, wie wir vorankommen", sagte Joe Arnold. "Wenn wir ein Viertel der Ideen schaffen, können wir uns glücklich schätzen", betonte der langgediente CSU-Stadtrat. Zur Vollständigkeit: Für die Folgejahre sind bei der Regierung voraussichtlich 1.960.000 Euro (2022), 410.000 Euro (2023) und 310.000 Euro (2024) einzuplanen.
Baugebiet "Breiter Weg"
Obwohl der zur Stadtratssitzung geladene Flächensparmanager nicht kommen konnte, bat CSU-Sprecher Thomas Hauer die Erweiterung des Baugebietes "Breiter Weg" voranzutreiben. Er kritisierte, das vom Gutachterausschuss des Landratsamtes noch kein Preis für die Grundstücke eingegangen sei. Hauer regte an, sich im Finanzausschuss über den Wert des Areals klar zu werden. "Denn wenn die Eigentümer nicht zum Verkauf bereit sind, brauchen wir auch keinen Flächensparmanager mehr", stellte Hauer klar. "Ich sehe hier keine Eilbedürftigkeit", konterte Hermann Schmid (FW).
Sozialer Wohnungsbau
Für das soziale Wohnbauprojekt Bergmühlweg 10 und 12 hat der Stadtrat weitere Aufträge vergeben. Geländer für die französischen Balkone fertigt und montiert die Neustädter Firma Metallbau Fütterer. Schlosserarbeiten übernimmt Metallbau Windschiegl aus Windischeschenbach und um das Gewerk Bodenbelag kümmert sich die Plößberger Firma Sperer und Moser.


























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