Unter der Bezeichnung "Breiter Weg II" soll das Gebiet auf der Südseite des Breiten Wegs bis zur Fortsetzung des Eulenweges gegenüber der bestehenden Bebauung angelegt werden. In diesem Bereich sei der Lärm von der A 93 für eine Wohnbebauung nahezu kein Problem, bestätigte neben dem Gutachter auch Architekt Georg Binner. Anders werde es bei einer möglichen späteren Erweiterung in Richtung Westen. Dann könnte eine sechs Meter hohe Schallschutzwand oder eine ebenso hoher Wall nötig werden.
Zwei Varianten hat Binner für das knapp über 20,000 Quadratmeter große Areal erarbeitet, eine mit 25 bis 30 Parzellen und eine zweite verdichtete mit bis zu 35 Baugrundstücken. In beiden Fällen erfolgt die Erschließung vom Breiten Weg gegenüber des Kahrwegs durch eine ringförmige Straße: Die nördlichen Parzellen sind direkt über den Breiten Weg zugänglich.
Häuslebauer können sich bei der großzügigeren Variante auf Grundstücke von 560 bis 960 Quadratmeter freuen. Entscheidet sich der Stadtrat für mehr und engere Parzellen werden sie zwischen 520 und 690 Quadratmeter groß. Straßen und Wege, darunter eine Verbindung zum Amselweg, nehmen 3200 Quadratmeter ein. Für Grünflächen und Spielplatz sind 800 Quadratmeter geplant.
Voraussetzung, dass hier tatsächlich Häuser entstehen können ist, dass die Stadt zuvor im Besitz aller Grundstück ist, um sie den Bauwerbern weiterzuverkaufen. Um den Grunderwerb anzukurbeln hat der Stadtrat den Gutachterausschuss am Landratsamt mit der Ermittlung des Quadratmeterpreises für ungeordnetes Bruttorohbauland beauftragt. Der Beschluss, dieses Baugebiet im Anschluss an die bestehende Bebauung auszuweisen und zu erschließen, erfolgte deshalb unter dem Vorbehalt, dass die Kommune die Flächen tatsächlich erwerben kann.
"Wir sollten das weiter verfolgen", sagte SPD-Sprecher Rainer Hetz. "Die Einwohnerzahlen waren rückläufig. Wenn wir jetzt auf einen Schlag 35 Parzellen schaffen, wäre das ein Riesenschritt." Hetz hofft außerdem einen Anreiz, dass durch so einen Impuls auch der ein oder andere Leerstand in der Stadt verkauft werden könnte. Hermann Schmid signalisierte für die Freien Wähler ebenso wie Thomas Hauer für die CSU Zustimmung. Schmid: "Wir wollen Familien da haben und die Älteren nicht vergraulen." Wichtig ist ihm, ohne Wall auszukommen.












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