17.03.2020 - 12:13 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

NGG fordert Hilfen für Gastro-Beschäftigte

Leere Hotels, geschlossene Restaurants: Die Coronakrise trifft im Landkreis Neustadt 150 und in der Stadt Weiden 100 Betriebe im Gastgewerbe besonders hart mit insgesamt über 2000 Mitarbeitern.

Volle Teller haben viele Beschäftigte in der Gastronomie in der aktuellen Krise immer weniger vor sich.
von Uwe Ibl Kontakt Profil

Damit zu kämpfen haben im Landkreis rund 1200 Arbeitnehmer der Branche. In Weiden spricht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) von rund 1000 Arbeitnehmern. "Wir fordern für sie alle einen Corona-Schutzschirm", teilte Rainer Reißfelder mit.

„Die meisten Kellnerinnen, Köche und Hotelfachangestellten müssen jetzt zuhause bleiben. Wenn sie Kurzarbeitergeld bekommen, liegt das nur bei 60 Prozent des ohnehin oft geringen Einkommens", berichtet der Oberpfälzer NGG-Geschäftsführer. "Für viele Betroffene geht das an die Existenz.“ Die Gewerkschaft ruft deshalb den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) auf, per Tarifvertrag eine deutliche Aufstockung des Kurzarbeitergelds für die Branche auf den Weg zu bringen. In einigen Betrieben habe man bereits Vereinbarungen dazu abgeschlossen. "Ziel müsse sein, die Einbußen für die Beschäftigten so gering wie möglich zu halten."

Bundestag und Bundesrat haben in der vergangenen Woche das neue Kurzarbeitergeld im Eiltempo verabschiedet. Danach übernimmt die Bundesagentur rückwirkend ab März die Sozialversicherungsbeiträge für Betriebe, in denen mindestens zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind. Außerdem sagte die Bundesregierung betroffenen Firmen großzügige Kredite zu.

„Gastronomen und Hoteliers sollten einen Teil der Hilfen für die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes einsetzen", forderte Reißfelder. Damit könnten auch Fachkräfte gehalten werden, die man nach dem Ende der Corona-Pandemie wieder brauche.

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