15.11.2019 - 17:01 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Peter Lehr will Landrat werden

Am Mittwoch traf sich der SPD-Kreisvorstand und klopfte es fest. Bei der Verabschiedung der Kreistagsliste am 30. November soll Peter Lehr Spitzenkandidat und damit Bewerber für den Landratsposten werden.

Die SPD will Peter Lehr zum Landratskandidaten ausrufen.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Weitere Bewerber gab es dafür laut Kreischef Markus Ludwig nicht.

Der 61-jährige Lehr will mit der Kandidatur „meiner SPD etwas zurückgeben“: „Sie hat es mir ermöglicht, zwölf Jahre Bürgermeister zu sein.“ Da er im Gegensatz zu anderen gestandenen Sozialdemokraten sich nicht mehr um den Chefsessel in einem Rathaus bewerbe, sei die Landratskandidatur auf ihn zugelaufen. Seine Strategie und Schwerpunkte will er erst am 30. November im Rohrer-Saal im heimatlichen Eschenbach bekanntgeben.

Markus Ludwig umreißt aber bereits fünf Themenfelder, mit denen seine Partei in den Wahlkampf ziehen will: Energie, Umwelt, ÖPNV, Soziales und Wirtschaft. „Als Volkspartei müssen wir uns sehr breit aufstellen.“

Von Peter Lehr hält der Kreischef viel: „Er hat Erfahrung in den Gemeinde- und der Kreispolitik und kennt auch andere Landkreisteile.“ Der Eschbacher ist seit bald zwölf Jahren Bürgermeister und seit zehn Jahren im Kreistag, in den er als Nachrücker für die erkrankte Dagmar Mittelmeier einzog. Vorher saß er bereits im Stadtrat.

Zuvor war der Vater von drei Söhnen und einer Tochter 33 Jahre Berufssoldat, zuletzt als Kompaniefeldwebel („Spieß“) an der Heeresunteroffiziersschule in Weiden. Die Herausforderung, um das Lobkowitzerschloss in Neustadt zu kämpfen, reizt ihn. „Auch wenn meine Frau nicht so begeistert ist.“

Selbst wenn es Lehr nach eigener Aussage nicht liegt, auf den Putz zu klopfen, kann er auf einige Erfolge in Eschenbach verweisen. In seiner Ägide habe die Stadt 30 Millionen Euro investiert und zugleich die Schulden von 2,2 Millionen auf 340 000 Euro abgebaut. Umweltfreundliche Heizsysteme, erneuerte Straßen, Umbauten an Kindergarten und Schule sowie das „Hexenhäusl“ als touristische Attraktion seien weitere Stichwörter.

Die wird er im Wahlkampf selbst in den eigenen vier Wänden strapazieren müssen. Denn Sohn Sebastian kandidiert ebenfalls für den Kreistag – auf der Liste der Jungen Union.

Mehr zur Kandidatensuche der SPD:

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