21.02.2020 - 15:35 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Stricken für den guten Zweck

2058 Artikel haben die 17 Handarbeiterinnen der Strickrunde im vergangenen Jahr für einen guten Zweck gestrickt. Jetzt geht ihnen die Wolle aus.

Ihr Strickeifer ist ungebrochen. 2058 Wollartikel strickten die Handarbeiterinnen der Strickrunde im letzten Jahr für einen guten Zweck. Norbert Meister und Tamara Prause (stehend von links) von Koki nahmen für ihr Netzwerk 500 Paar Babyschuhe in Empfang, die alle Leiterin Elfriede Simmerl (sitzend Vierte von links) gestrickt hat.
von Hans PremProfil

Die Zahl der Strickerinnen, die jeden Dienstagnachmittag im Pfarrheim mit ihren Nadeln Masche um Masche für einen guten Zweck aufnehmen, ist zwar leicht zurückgegangen. Die aktuell 12 Handarbeiterinnen und 5 Heimstrickerinnen haben jedoch mit insgesamt 2058 Wollartikeln fast so viel wie im letzten Jahr gefertigt.

Insgesamt wurden 561 Paar Socken, 32 Decken, 173 Pullover, 74 Jacken, 220 Mützen, 390 Schals, 224 Paar Handschuhe, 267 Paar Puschen, 48 Kissen (40/40 und 50/50) gefüllt und 69 Baby-Sets bestehend aus Decke, Jäckchen und Mütze, gestrickt. Für "Koki", dem Netzwerk frühe Kindheit des Neustädter Landratsamts, in dem jungen Eltern Beratung und Hilfestellung gewährt wird, um mit ihrer neuen Lebenssituation mit Kind klar zu kommen, hat Strickrundenleiterin Elfriede Simmerl 500 Paar Babyschühchen alleine gestrickt. "Das sind jeden Tag eineinhalb bis zwei Paar", informierte Simmerl.

Fünf Decken stellte der katholische Frauenbund Waidhaus den Neustädter Strickerinnen zur Verfügung. Außerdem fertigten die Damen 180 Schals für das Kinderprojekt "Wohnen", einer Aktion des Heilpädagogischen Zentrums Irchenrieth. Dabei soll der längste Schal der Oberpfalz entstehen.

Für Diplom-Sozialpädagoge Norbert Meister, dem Leiter der Koordinierenden Kinderschutzstelle des Landkreises Neustadt und seine Mitarbeiterin, Sozialpädagogin Tamara Prause, die die Schuhe in Empfang nahmen, sind die Babyschuhe echte Türöffner zu den jungen Familien. Zweimal wöchentlich besuchen sie die Geburtsstation im Weidener Klinikum.

"Die schön gestrickten Schühchen werden nicht nur von den Müttern positiv angenommen. Unser Beratungsangebot kommt auch bei den Ärzten und dem Pflegepersonal bestens an", freute sich Meister. Die jungen Eltern würden zunehmend mehr belastet. So werde überlegt, das Angebot auszuweiten und die Klinik als Netzwerk zu den jungen Familien mit einzubinden.

Ansonsten stricken die Handarbeiterinnen überwiegend für die Christliche Kinderhilfe Rumänien, die in Neustadt Amanda Castillo-Schmidt und Elfriede Simmerl betreuen. Der Strickeifer ist ungebrochen. So mussten die Damen kürzlich Wolle aus eigener Tasche zukaufen. "Wir sind um jede Wollspende dankbar. Auch größere einheitliche Mengen nehmen wir gerne an".

Neue Strickerinnen sind jederzeit willkommen. Wer sich an der wöchentlichen Handarbeit im Katholischen Pfarrheim beteiligen und neben einer angenehmen Unterhaltung gleichzeitig etwas Gutes tun möchte, kann sich bei Elfriede Simmerl (Telefon 09602/61113) für nähere Informationen melden. Als kleines Dankeschön überreichte Meister den Damen den Storch Ferdinand, das Landkreis-Maskottchen.

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