Update 25.07.2019 - 18:15 Uhr
NeutraublingOberpfalz

Krones rutscht in rote Zahlen

Anfang Juli gab es bei Krones eine Gewinnwarnung. Dann einen Wechsel im Vorstand - und nun liegen die Halbjahreszahlen vor.

Bei der Krones AG in Neutraubling läuft es nicht mehr rund.
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Am Tag nachdem der Finanzvorstand der Krones AG, Michael Andersen, überraschend das Unternehmen in Neutraubling (Kreis Regensburg) verlassen hat, legte der Hersteller von Verpackungs- und Abfüllanlagen seine Halbjahreszahlen vor. Demnach liegt der Umsatz mit 1,88 Milliarden Euro zwar um 5,5 Prozent über dem Vorjahreswert, bereinigt um Akquisitions- und Währungseffekte beträgt das Wachstum aber nur 1,8 Prozent. Der Auftragseingang stieg um 1,2 Prozent auf 2,03 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ging in den ersten sechs Monaten des Jahres um 57,5 Prozent auf 47,9 Millionen Euro zurück. Verantwortlich für den Rückgang ist ein Verlust von minus 3,6 Millionen Euro vor Steuern im zweiten Quartal. Im ersten Quartal erwirtschaftete Krones noch einen Gewinn von 56,5 Millionen Euro. "Die Ertragskraft von Krones litt unter den hohen Kosten für Material und Personal", schrieb das bisher erfolgsverwöhnte Unternehmen. Zudem verweist Krones wie schon in seiner Gewinnwarnung am 10. Juli auf den Produktmix, der sich ungünstig auf das Ergebnis auswirke. Der Verkauf von Anlagen und Maschinen der Kunststofftechnik blieb demnach hinter den Erwartungen zurück. Dies habe zu "einer Unterauslastung in diesem Bereich" geführt. Der Umsatz des margenstarken After-Sales-Geschäft habe im ersten Halbjahr zwar über dem des Vorjahreszeitraums, aber unter dem Plan gelegen. Unterm Strich halbierte sich das Konzernergebnis von Januar bis Juni 2019 auf 33,3 Millionen Euro. Im Vorjahrjahreszeitraum betrug der Konzerngewinn noch 76,9 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie liegt damit bei 1,06 Euro. Im Vorjahr waren es noch 2,45 Euro.

Die EBT-Marge sank von 6,3 Prozent auf 2,5 Prozent. Damit bleibt Krones im ersten Halbjahr noch unter der vor wenigen Wochen geänderten Prognose. Damals hatte Krones die Prognose für die EBT-Marge im Jahr 2019 von etwa 6 Prozent auf rund 3 Prozent korrigiert. An diesen Zahlen hält Krones bisher fest. "Der Vorstand prognostiziert für das Gesamtjahr 2019 eine EBT-Marge von rund 3 Prozent und arbeitet an weiteren strukturellen Veränderungen zur nachhaltigen Ergebnisverbesserung", teilte das Unternehmen mit.

Neutraubling
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.