Ehrung der Prüfungsbesten des Friseurhandwerks in Amberg und Amberg-Sulzbach

Ehrungen standen beim Lehrabschluss der Friseurinnung Amberg und Amberg-Sulzbach an. Was die Zukunft bringe, sei ungewiss, aber der Friseurberuf sei weiterhin einer der Schönsten, ist Obermeisterin Claudia Rubenbauer überzeugt.

Bei der Ehrung der Prüfungsbesten des Friseurhandwerks (von links): Stellvertretender Landrat Franz Mädler, Seval Catalbas, Innungsobermeisterin Claudia Rubenbauer, Alina Wagner, Prüfungsausschussvorsitzende Ramona Mühlgasser, Bürgermeister Franz Badura und Kreishandwerksmeister Hans Weber.
von Autor GFProfil

„Das müsst ihr euch anhören, ob ihr wollt oder nicht“, meinte Ambergs Dritter Bürgermeister Franz Badura beim Lehrabschluss der Friseurinnung, setzte seine schwarze Kleinsttrompete an und riet allen musikalisch „Probier`s mal mit Gemütlichkeit“ aus dem Dschungelbuch. Was die Zukunft bringe, wisse niemand, so Claudia Rubenbauer, die Obermeisterin der Friseurinnung bei der Lehrabschlussfeier im Gasthof Michl, Oberleinsiedl, aber sicher sei, dass das Friseurhandwerk einer der schönsten Berufe sei, dem die Arbeit nie ausgehe und der durch Maschinen niemals ersetzt werden könne. Die neuen Gesellen hätten trotz Corona und Lockdown gezeigt, dass sie die Herausforderungen einer Ausbildung und der Prüfung erfolgreich gemeistert haben. Auf diese Leistung könnten alle stolz sein. Der stellvertretende Landrat Franz Mädler meinte, Friseur sei nicht nur ein einfaches, sondern ein Kunst-Handwerk, denn jede Frisur sei eine neue Herausforderung.

Gesellenbrief als Grundlage

Der Gesellenbrief sei die Grundlage für das weitere Fortkommen im Berufsleben, der einem nie mehr genommen werden kann. Junge heranwachsende Menschen zu begleiten sei oft schwierig, daher gelte dafür den Lehrbetrieben sowie der Berufsschule größte Anerkennung. Kreishandwerksmeister Hans Weber meinte, dass gerade in schwierigen Zeiten das Handwerk beweise, dass es flexibel und anpassungsfähig sei. Damit erfahre es immer eine positive Entwicklung. Den neuen Fachkräften mit bestandener Gesellenprüfung gratulierte er zum Erfolg und hieß sie in der Handwerksorganisation willkommen. Freigesprochen sein bedeute frei sein von schulischen Verpflichtungen und bisherigen beruflichen Bindungen, bedeute aber auch neue Pflichten wie Eigenverantwortung für das künftige Leben, Verantwortung für eigenständige Arbeit mit Kollegen und Auszubildenden sowie Pflichtbewusstsein gegenüber Arbeitgeber, auch dem Staat und bald einer eigenen Familie. "Friseur ist ein moderner Beruf, der aber auch zwingt, ständig dazuzulernen, da immer neue Techniken, neue Geräte und neue Anwendungsmöglichkeiten angeboten werden. Handwerk und Zukunft sind Begriffe, die zusammengehören", betonte Weber. Den „Fertigen“ gratuliere er zur bestandenen Gesellenprüfung, meinte der Dritte Amberger Bürgermeister Franz Badura. Für die Freisprechungsfeier habe er extra einen Friseurtermin gebucht mit dem Auftrag „Schnitt wie immer“. Für ihn sei der Friseurberuf „systemrelevant“, denn einen Friseur, der auch Zuhörer oder fast ein Psychologe sei, brauche jeder.

Handwerk hält Gesellschaft am Laufen

Oberstudiendirektor Martin Wurdack, der Leiter des Beruflichen Schulzentrum Amberg, riet den Friseuren, die diese Gesellenprüfung erfolgreich abgeschlossen haben, beim Handwerk zu bleiben, denn die letzten fast zwei Jahre hätten gezeigt, dass eben das weitläufige Handwerk die Gesellschaft am Laufen gehalten habe. Ramona Mühlgasser, die Vorsitzende des Prüfungsausschusses, bezeichnete den Gesellenbrief als den Führerschein für das Berufsleben. Nun gelte es für die jungen Friseurinnen und Friseure, weitere Ziele anzustreben, etwa die Meisterprüfung und einen eigenen Kundenstamm. Vor der Übergabe der Gesellenprüfung wurden die Prüfungsbesten geehrt. Es sind dies Seval Catalbas, Friseurin Tanja Maier, Auerbach und Alina Wagner, Friseurin Ina-Kristin Media, Amberg, sowie Angelina Wegert, Mein Friseur Schalk, Amberg.

Handwerk sucht Nachwuchs

Oberleinsiedl bei Ursensollen

 

 

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