11.12.2018 - 22:30 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Heinz Weigl: "Meine Stimmung ist nicht gekippt"

Der Neubau einer Kindertageseinrichtung in Oberviechtach bleibt weiterhin ein Thema. Bürgermeister Heinz Weigl verwehrt sich gegen Aussagen von GsbW-Geschäftsführer Peter Pirzer.

von Gertraud Portner Kontakt Profil

"Zentral mit Synergie-Effekten" titelten wir in der Ausgabe 8./9. Dezember zum Thema Kindergartenbau. Mit einigen Aussagen von Peter Pirzer, Geschäftsführer der Gesellschaft für soziales und betreutes Wohnen (GsbW), fühlt sich Bürgermeister Heinz Weigl persönlich diffamiert. "Das sind Unwahrheiten und Lügen. Ich habe nie positiv auf den Kindergartenstandort Bahnhof reagiert." Das Pressegespräch mit Oberpfalz-Medien fand am Dienstagnachmittag statt. Am Abend stand dann das Thema "Kindertageseinrichtung" erneut im Mittelpunkt der Stadtratssitzung (Bericht in der Donnerstagsausgabe).

Wie Heinz Weigl in seinem Büro ausführte, sei das Thema Kindergarten in Verbindung mit der GsbW zwar am 12. März tatsächlich Thema gewesen. Doch habe sich hierbei die Gesellschaft lediglich als privater Investor angeboten, "aber nicht gesagt wo". Der nächste Kontakt mit der Gesellschaft in Sachen Kindergarten sei erst wieder bei der Stadtratssitzung im Juni zustande gekommen. "Die Stimmung des Bürgermeisters kann hier nicht gekippt sein, da er nichts von den Standortplänen wusste", weist Heinz Weigl die Vorwürfe von Pirzer zurück.

Keine Einladung

Als "zweite Lüge" bezeichnet das Stadtoberhaupt, dass er zum Abstimmungsgespräch mit dem BRK bezüglich der Trägerschaft für den 20. September ins GsbW-Büro eingeladen wurde. Nach Rücksprache in allen Abteilungen sei weder ein Schreiben noch eine Mail im Rathaus angekommen. "Ich wäre aber auch sofort wieder gegangen, da ich kein Gespräch mit einem einzelnen Träger geführt hätte", betont Weigl. Schließlich entscheide der Stadtrat, wer Träger des neuen Kindergartens wird. Das Verhalten von Peter Pirzer bezeichnete er deshalb als "anmaßend".

Eine seiner Meinung nach ebenfalls unwahre Behauptung des Geschäftsführers finde sich im vierten Absatz des Berichts in Bezug auf die "Verletzung des Wettbewerbscharakters". Weigl stellt klar, dass von der Stadt keine fünf Unternehmen/Organisatoren zur Angebotsabgabe aufgefordert worden sind. Man habe lediglich BRK, Johanniter und AWO angeschrieben, ob sie den städtischen Kindergarten in Oberviechtach betreiben und eventuell auch selbst bauen würden. "Das war keine öffentliche Ausschreibung."

Auch das Schreiben der Stadt an die GsbW vom 12. September, einen Tag nach der Entscheidung im Stadtrat, ordnet er anders ein als die beiden Geschäftsführer Peter Pirzer und Michael Schlagenhaufer. "Das war kein Auftrag, sondern nur der Wunsch für eine vorteilhafte Zusammenarbeit aller beim Bau der Kindertageseinrichtung Beteiligten." Im übrigen sei es kein Beschluss gewesen, sondern eine Willenserklärung. Weigl findet im Artikel noch mehrere Aussagen von Peter Pirzer, die ihn auf die Palme bringen: "Nur weil das Grundstück nicht im Altlasten-Verzeichnis aufgeführt ist, heißt es nicht, dass keine Altlasten vorhanden sein können." Laut Landratsamt müsse vor dem Bau ein Altlasten-Gutachten erstellt werden.

Erweiterung schwierig

Auch das problemlose Erweitern des Kindergartens oder der Krippe gehe nur auf einem ebenen Gelände problemlos. "Es sind zwar 6000 Quadratmeter, aber die Halle ist im Weg." Bei einer notwendigen Erweiterung müsste die neu angelegte Freifläche am Hang massiv verändert werden. Die für den Artikel vom 8./9. Dezember von der GsbW zur Verfügung gestellte Grafik bezeichnet das Stadtoberhaupt als "kaschiertes Bild". Die Gegebenheiten am ehemaligen Raiffeisengelände sähen anders aus.

Das sind Unwahrheiten und Lügen. Ich habe nie positiv auf den Kindergartenstandort Bahnhof reagiert.

Bürgermeister Heinz Weigl

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