17.10.2020 - 11:06 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Neuer Asphalt lässt Autos leiser fahren

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Fast geschafft! Mitte dieser Woche ist es mit den Umleitungen an der Staatsstraße 2159 in Oberviechtach vorbei. Die Ausbaumaßnahme zog sich über drei Jahre hin. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Bauoberrat Stefan Noll machte sich bei strömenden Regen ein Bild vor Ort. Das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach baut ein innerörtliches Teilstück der Staatsstraße 2159 von Bordsteinkante zu Bordsteinkante aus. Die neuen Kanaldeckel „ohne Schlagloch-Effekt“ muss allerdings die Stadt Oberviechtach bezahlen.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Die Asphaltierungsarbeiten zwischen der Zufahrt Am Bahnhof bis zur Einmündung in die Bundesstraße 22 sind vom 13. bis 21. Oktober angesetzt. Das bedeutet für Anlieger, dass sie sechs Tage lang (ohne Wochenende) ihr Auto außerhalb abstellen müssen. Die Zufahrt zur Norma und den Geschäften Am Bahnhof bleibt abwechselnd entweder über die B 22 oder die Einmündung Staatsstraße 2398/2159 gewährleistet.

In der Eigelsberger Straße läuft die Baustelle schon seit drei Jahren

Oberviechtach

Keine Sorge wir bleiben im Zeitplan.

Bauoberrat Stefan Noll vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach

Bauoberrat Stefan Noll vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach

Zwei barrierefreie Busbuchten

Die Durchfahrt von der Bundesstraße in die Stadtmitte ist seit Mitte August gesperrt. Denn die Baufirma Baumer musste die im Vorjahr provisorisch aufgebrachte Deckschicht entfernen (2018/2019 hatte die Stadt Wasserleitung und Kanal im Untergrund saniert). Daneben ließ das Staatliche Bauamt zwei Busbuchten barrierefrei ausbauen und die Zufahrt zum Gelände der Firma Immocontec GmbH neu anlegen. Das desolate Straßenstück bei der Zufahrt zu den Märkten Am Bahnhof wurde von privater Seite gleich mit in Auftrag gegeben. Nachdem die verbliebene Straßenoberfläche abgefräst und der Haftkleber aufgebracht war, liefen die Asphaltierungsarbeiten der Firma Huber zügig an. Als aber Bauoberrat Stefan Noll vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach vorbeischaute, mussten die Arbeiten kurz darauf wegen starken Regens abgebrochen werden. "Keine Sorge wir bleiben im Zeitplan", betonte dieser. Das Amt habe das schlechte Wetter am Schirm gehabt und die Sperrung großzügig bemessen.

"Wir bauen rund eine Tonne Asphalttragschicht auf einer Länge von 650 Metern ein", erklärte Projektleiter Martin Paulus im Gespräch mit Oberpfalz-Medien und Stefan Noll ergänzte: "Der neue Fahrbahnbelag hat eine feinere Textur und macht die Straße etwas leiser." Das Amt lässt sich den Ausbau rund 450 000 Euro kosten. Nach der in zwei Abschnitten aufgebrachten Tragschicht - mit Änderung der Absperrung - folgt die Deckschicht. "Insgesamt 18 Zentimeter", so der Bauoberrat. Neu sind die laut Noll "einwalzbaren Schachtabdeckungen", welche die Stadt bezahlen muss. Diese "schwimmen im Asphalt mit", bleiben bündig und damit ebenfalls leiser.

Wir bauen rund eine Tonne Asphalttragschicht auf einer Länge von 650 Metern ein.

Projektleiter Martin Paulus vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach

Projektleiter Martin Paulus vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach

Kreisverkehrsplanung ruht

Der Kreisverkehr bei den Staatsstraßen 2159/2398, der eigentlich gleichzeitig angedacht war, hat das Bauamt "derzeit nicht auf der Agenda", wie Stefan Noll betonte. Erst müsse die Stadt ihre Bauleitplanung dafür abschließen.

Hintergrund:

Straßenausbau im Blick

  • Ausbaustrecke
    650 Meter langer Abschnitt der Staatsstraße 2159 zwischen Stadteinfahrt an der B 22 und der Einmündung Staatsstraße 2398.
  • Zahlen und Fakten
    Ausbaubreite 6,50 bis 8,50 Meter von Bordstein zu Bordstein (ohne Gehweg). Circa eine Tonne Asphalt-Tragschicht (5000 Quadratmeter Asphalt). Kosten rund 450 000 Euro (Staatliches Bauamt). Die Stadt Oberviechtach investierte vorher rund 1,1 Millionen Euro in Wasserleitung/Kanal.

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