Oberviechtach
04.03.2020 - 14:28 Uhr

Thomas Kreuzer zeigt klare Kante

Landtagsmitglied Thomas Kreuzer spricht beim Dämmerschoppen ein klares Ziel für die CSU aus: Die AfD verdrängen sowie Wähler von rechter Seite zurück- und von linker Seite hinzugewinnen. In den Grünen sieht er den größten Konkurrenten.

Kreisvorsitzender Alexander Flierl (stehend) eröffnete den Dämmerschoppen der CSU im Gasthaus "Zur Taverne" in Lind. Bild: Hirsch
Kreisvorsitzender Alexander Flierl (stehend) eröffnete den Dämmerschoppen der CSU im Gasthaus "Zur Taverne" in Lind.

Beim Dämmerschoppen des CSU-Kreisverbandes im Landgasthof "Zur Taverne" in Lind (Oberviechtach) zeigte der Fraktionsvorsitzende des bayerischen Landtags, Thomas Kreuzer, klare Kante. Die AfD und die Linke kämen für eine Zusammenarbeit nicht infrage, und mit den "Grünen" sei es schwierig. Deshalb erachte der Politiker "eine stabile bürgerliche Mitte" als umso wichtiger.

Der CSU-Mann aus dem Allgäu gehört seit 26 Jahren dem bayerischen Landtag an, war Leiter der Staatskanzlei und führt seit 2013 die CSU-Fraktion. "Mit Konsequenz und klarem Kurs", wie ihm CSU-Kreisvorsitzender Alexander Flierl bescheinigte. In seiner Rede fand Thomas Kreuzer dann auch deutliche Worte. Zum Beispiel über die Grünen. "Sie besetzen nur ein Thema und verdrängen alle anderen." Bei Fragen des Eigentums, der Steuern, der Zuwanderung und des Asylrechts vertrete die CSU eine völlig andere Meinung. Die jüngste Forderung der Grünen-Chefin Annalena Baerbock zur Mobilisierung der bestehenden Asylunterkünfte wertet Kreuzer als Signal an die Flüchtlinge in Griechenland zum Aufbruch. Der CSU-Politiker warnt vor derartigen Initialzündungen, denn: "Ist der Stöpsel mal weg, bringst du ihn nicht mehr in die Flasche." Griechenland müsse die EU-Außengrenze halten.

Unter dem Beifall der Zuhörer bekräftigte der Landespolitiker: "Auch auf kommunaler Ebene kommt eine Zusammenarbeit mit der AfD und den Linken nicht infrage." Hauptkonkurrent blieben die Grünen, denen Thomas Kreuzer "Pharisäertum" vorwirft. Ihr persönlicher Lebensstil passe nicht zu ihrer Botschaft. Zum Beispiel: "Die meisten Flugkilometer unter den Politikern haben die Grünen".

Die CSU verfolge ein klares Ziel: "Wir müssen die AfD von der politischen Bühne drängen und einen Teil ihrer Anhänger zurückgewinnen". Gleichzeitig sei es notwendig, im CSU-Programm "Inhalte der Linken" zu verankern, um auch von dort Wählerklientel abzuschöpfen. Der Arten- und Klimaschutz bleibe ein zentrales Thema, "denn eine intakte Natur gehört für die CSU zu den Ur-Themen". Mit dem Klimaschutzgesetz leite der Freistaat weitere Maßnahmen zur CO2-Einsparung ein. Thomas Kreuzer nahm die Landwirte in Schutz, zeigte Verständnis für ihre Proteste und war überzeugt: "Artenschutz ist nur mit den Landwirten möglich". An alle radikalen Kräfte richtete der CSU-Politiker die Ansage: "Der Rechtsstaat wird Hass und Gewalt mit aller Macht begegnen". Wohlwissend, "dass eine offene Gesellschaft verletzlich bleibt". Auch Bayern könne seinen Bürgern keine absolute Sicherheit garantieren.

Landrat Thomas Ebeling blickte auf einen "fulminanten Wahlkampf" zurück und spüre "eine breite Unterstützung in den Versammlungen". Das liege auch am Stil der CSU, die auf Angriffe des politischen Gegners verzichte und die Themen in den Vordergrund rücke. Der Oberviechtacher Bürgermeisterkandidat Herbert Uschold versprach eine "verlässliche Politik" und die Schaffung von Rahmenbedingungen, "die die Region zukunftsfähig machen".

Die "Grünen" sind für Thomas Kreuzer die politischen Hauptkonkurrenten der CSU. Bild: Hirsch
Die "Grünen" sind für Thomas Kreuzer die politischen Hauptkonkurrenten der CSU.
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