13.11.2018 - 17:57 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Tipps für einen gesunden Boden

Das Thema "Bodenschutz im Landkreis Schwandorf" steht im Mittelpunkt einer Infoveranstaltung des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Schwandorf. Eine Zwischenfruchtbegehung findet im Ortsteil Hof statt.

Patricia Steinbauer (links) vom AELF Schwandorf begrüßte über 50 interessierte Landwirte und Auszubildende zu einer Zwischenfruchtbegehung bei Hof. Roland Schleicher (vierter von links) vom AELF Amberg und der Teamleiter vom Erzeugerring Oberpfalz, Sebastian Betz (vierter von rechts) brachten den Landwirten das Thema näher.
von Udo WeißProfil

Das Thema "Bodenschutz im Landkreis Schwandorf" stand im Mittelpunkt einer Infoveranstaltung des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Schwandorf in Zusammenarbeit mit dem Fachzentrum Agrarökonomie des AELF Amberg und der Erzeugerringberatung Oberpfalz. Dazu luden die Veranstalter alle interessierten Landwirte zu einer Zwischenfruchtbegehung nahe Hof ein.

Patricia Steinbauer dankte zunächst Johannes Hösl, der sein Feld für die entsprechenden Mischungen, die in den einzelnen Einteilungen mit genauen Beschriftungstafeln angeordnet waren, zur Verfügung gestellt hatte. Auf großes Interesse stieß diese Fortbildung auch bei den Schülern des Berufsgrundschuljahres der Landwirtschaftlichen Berufsschule Neunburg, die mit ihrem Schulleiter Günter Dirnberger und Klassenleiter Hartmut Krämer gekommen waren.

Weit über 50 Landwirte und Auszubildende verfolgten die Ausführungen von Roland Schleicher vom Fachzentrum Agrarökologie am AELF Amberg, der über Ziele und Bedeutung des Zwischenfruchtanbaus informierte. Dabei steht der Erosionsschutz im Vordergrund, ebenso aber auch die Verbesserung der Bodenstruktur durch Humusaufbau. Weitere Ziele sind die Förderung des Bodenlebens und die Speicherung von Nährstoffen über den Winter. "Wichtig ist, dass man sich vor dem Anbau der Zwischenfrüchte über den gewünschten Zweck Gedanken macht", meinte der Fachmann, "denn nicht jede Art eignet sich für jeden Zweck." Deshalb stellte Teamleiter Sebastian Betz vom Erzeugerring Oberpfalz in der folgenden Führung die einzelnen Arten und Mischungen mit ihren Vor- und Nachteilen vor. Auch ein Vertreter der Firma KWS gab Tipps zu den einzelnen Mischungen.

Abschließend demonstrierte Roland Schleicher in einem Test die Wichtigkeit von Regenwurmlöchern und den Nachteil von durch Fahrspuren verfestigte Böden bei der Bewässerung. "Im Idealfall dringen die Feinwurzeln der Zwischensaat in die Regenwurmlöcher und sprengen die Verdichtungen", führte er aus. Mit einer Bodenzustandsprüfung mittels Spatenanalyse beendete er die aufschlussreiche Weiterbildung.

Roland Schleicher demonstrierte den Landwirten eine Bodenzustandsprüfung mittels Spatenanalyse.
Sebastian Betz vom Erzeugerring Oberpfalz stellte die einzelnen Arten und Mischungen mit ihren Vor- und Nachteilen vor.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.