„Ginge es nach mir, sollten wir wieder öfter in den Himmel schauen“, singen die „Sportfreunde Stiller“ in einem ihrer Songs. Denken Sie einmal in Ruhe nach: Wann sind Sie zum letzten Mal im Gras, in einer Hängematte oder auf einer Decke gelegen und haben einfach in den Himmel geschaut? Haben die Sonne auf sich scheinen, die Wolken über sich hinwegziehen und die Gedanken schweifen lassen?
Sie können sich nicht erinnern? Dann wird es höchste Zeit, sich wieder dafür Zeit zu nehmen. Schauen Sie in den Sommerhimmel und träumen Sie vor sich hin. „Die, die bei Tage träumen, haben Kenntnis von manchen Dingen, welche denen entgehen, die nur bei Nacht zu träumen pflegen.“ Was Edgar Allen Poe schon im 19. Jahrhundert wusste, hat die moderne Wissenschaft inzwischen ebenfalls festgestellt.
Zahlreiche Studien belegen: Tagträume und sich aus der realen Umgebung abzukoppeln, sind notwendig für neue Ideen, kreative Durchbrüche und Geistesblitze. Und es schafft einen wichtigen Ausgleich zum oft stressigen Alltag. Schon Friedrich Schiller schrieb: „Die menschliche Natur erträgt es nicht, ununterbrochen und ewig auf der Folter der Geschäfte zu liegen.“ Und gerade in unserer hektischen Zeit werden Auszeiten immer wichtiger.
Doch wie geht das, im Alltag immer wieder abzuschalten, sich zu zerstreuen, in den Tag hinein zu träumen? Viele scheinen das verlernt zu haben. Gehören auch Sie dazu? Kein Grund zur Sorge. Sie können es wieder lernen, sich in den wunderbaren Zustand der Entspannung zu bringen. In den Himmel zu schauen, ist eine gute Übung. Schnappen Sie sich eine Decke oder Hängematte und gehen Sie in die Natur – zum Beispiel in Ihren Garten. Sie können sich natürlich auch entspannt auf die nächste Parkbank setzen.
Schalten Sie Ihr Handy aus – oder lassen Sie es besser gleich zu Hause. Genießen Sie Ihre freie Zeit, schauen Sie den Wolken nach oder stellen Sie sich vor, wohin das Flugzeug über Ihrem Kopf gerade unterwegs sein könnte. Es ist auch nicht schlimm, wenn Sie eindösen. Denn im Gegensatz zum Film schauen verpassen Sie nichts, wenn Sie nicht permanent hingucken. Das können Sie wieder tun, wenn Sie aufwachen.
Erwiesen ist: Schon ein Nickerchen von zehn Minuten beflügelt den Geist – ein Nachmittag in der Hängematte oder auf der Picknickdecke im Gras erst recht. Worauf warten Sie also noch? Legen Sie die Zeitung weg und lassen Sie Ihre Gedanken schweifen. Sie können dabei auch gerne die „Sportfreunde Stiller“ hören: „Ginge es nach mir, sollten wir wieder öfter in den Himmel schauen. Denn manchmal fehlt es uns schon sehr an Gelassenheit und Vertrauen. Die kleinen Dinge machen es schön, auch wenn sie schnell vergehen. Es ist gut, Menschen lachen zu sehen.“ Schöne Tagträume! (ewa)













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