Parkstein
13.11.2022 - 13:10 Uhr

Der Gedanke vom friedlichen Miteinander in Europa gerät ins Wanken

Parksteins Bürgermeister Reinhard Sollfrank sieht in den Neiddebatten einen Grund, dass Tote und Ertrunkene im Mittelmeer nur noch als Randnotiz eingestuft werden. Bild: bey
Parksteins Bürgermeister Reinhard Sollfrank sieht in den Neiddebatten einen Grund, dass Tote und Ertrunkene im Mittelmeer nur noch als Randnotiz eingestuft werden.

Bürgermeister Reinhold Sollfrank stellte in seiner Ansprache zum Volkstrauertag den Wandel der Zeit heraus: Vor einigen Jahren sei es unvorstellbar gewesen, Sorge um den bestehenden Frieden in Europa haben zu müssen. Doch jetzt sei nur 1.000 Kilometer entfernt in der Ukraine der Krieg bittere Wahrheit. "Der Gedanke vom großen, friedlichen Miteinander in Europa kommt ins Wanken", betonte das Parksteiner Marktoberhaupt. Auch die Wahlergebnisse in Deutschland und in den Nachbarländern ließen erkennen, dass Gegner des europäischen Gedankens auf dem Vormarsch seien. Nicht selten würden rechte Gesinnungen offen ausgesprochen und sogar bejubelt. Die Frage nach dem schnellen Vergessen von Krieg und Leid verband Sollfrank mit der Frage, ob es der Friede und die Freiheit nicht wert sei, sich dafür einzusetzen. Nach der Ansprache legte der Bürgermeister am Kriegerdenkmal einen Kranz nieder. Erwin Schraml, Vorsitzender des Krieger- und Soldatenvereins Parkstein gedacht den Toten der beiden Weltkriege und legten auch einen Kranz nieder.

 
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