29.05.2020 - 11:07 Uhr
ParksteinOberpfalz

Plan für Gewerbegebiet in Parkstein ändert sich stark

Mit dem Gewerbegebiet Nord wollte die Parksteiner Räte ein Werk für die nächsten zehn Jahre auf den Weg bringen. Doch schon jetzt ist der Bebauungsplan obsolet.

Politiker besuchen im Winter die Großbaustelle.
von Walter BeyerleinProfil

Vor zwei Jahren hat der Marktgemeinderat Parkstein den Bebauungsplan Gewerbegebiet Nord beschlossen, in dem Witron stark erweitern will. Doch der Plan ist bereits Geschichte, wie sich nun herausstellt. In der Sitzung im Festsaal stellte Architekt Josef Schöberl den Vorentwurf zur ersten Änderung des Bebauungsplans vor. Die Planung vor zwei Jahren sei "großzügig" gewesen, mit den vom Landratsamt Neustadt/WN erteilten Befreiungen - in ihrer Zahl eher "außergewöhnlich" - habe die Firma Witron alle Möglichkeiten der Bebauung ausgeschöpft, erklärte Architekt Josef Schöberl.

Die Pläne der Firma Witron

Parkstein

Mit den jetzigen Änderungen wird sich vor allem die Zahl der Vollgeschosse im nördlichen Bereich ändern. Marktrat Martin Bodenmeier sah das als positiv an, weil Fläche gespart werde. Markant seien auch die geplanten Geländeauffüllungen, so dass Wandhöhen bis zu 22 Meter, vor allem im Bereich Betriebshof, nicht allzu sehr sichtbar werden. Wegfallen wird mit der Änderung der vorgesehene Grüngürtel im Mittelbereich, was wiederum Auswirkungen auf die Ausgleichsflächen hat, wie Josef Schöberl erklärte. Diese Flächen liegen jetzt außerhalb des Marktes Parkstein. In Verbindung mit dem Ausgleich für die Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes wird die Firma Witron rund 95.000 Quadratmeter zur Verfügung stellen.

Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes Gewerbegebiet Nord umfasst eine Fläche von 16,59 Hektar, die sich auf eine reine Gewerbefläche von 9,4 Hektar, 3,8 Hektar Grünfläche und mit dem Rest auf Park- und Stellplätze sowie Zufahrten aufteilt.

Die geänderten Geschossflächenzahlen haben nach Ansicht von Architekt Josef Schöberl die dort errichteten oder geplanten Gebäude "wirtschaftlicher" gemacht und verringern vor allem den Flächenverbrauch.

Raymund Krey, Bauamtsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Neustadt/WN, erläuterte, dass es zwei Auslegungen und zwei Anhörungen der Träger öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit kommen werde. Dazu gehört auch die Auslegung des Vorentwurfes der 1. Änderung des Bebauungsplanes. Einstimmig beschloss der Marktgemeinderat die Änderungen.

Bericht von den Arbeiten auf der Großbaustelle

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