15.06.2020 - 09:28 Uhr
PfreimdOberpfalz

Viel Arbeit für den Bauhof

Ein umfangreiches Besichtigungsprogramm hat der Bauausschuss in seiner ersten Sitzung zu bewältigen. Bei vielen Arbeiten ist der Bauhof gefordert.

Das Kopfsteinpflaster ist zwar schön anzuschauen, im Unterhalt aber sehr aufwendig und kostspielig. Der Bauausschuss sucht nach besseren Pflegemöglichkeiten.
von Richard BraunProfil

Das Kopfsteinpflaster im Marktplatz ist zwar schön anzusehen, der Unterhalt ist aber sehr aufwendig. Lose Steine in den Fahrspuren und das Gras zwischen Fugen fordern immer wieder die Mitarbeiter des Bauhofes. Ein Langzeitversuch in einem Teilbereich sollte eine Möglichkeit aufzeigen, wie dieses Problem gelöst werden könnte. Dabei wurden die Fugen gesäubert und anschließend mit einer speziellen Vergussmasse versiegelt.

Pflaster neu verfugen

Nach einem Jahr zeigte es sich bereits, dass diese Methode nicht hält, was sie verspricht. Bauhofleiter Josef Paulus sprach beim Ortstermin die grundlegende Schwäche des Granitbelages an. Die Steine weisen eine Stärke von sieben Zentimetern auf, sollten aber zwölf Zentimeter dick sein, um die nötige Stabilität zu gewährleisten. Zumindest in den Fahrstreifen sollte dies umgesetzt werden. Im ersten Schritt werden die losen Steine wieder befestigt und das Pflaster neu verfugt. Für eine aufwendige Sanierung bedarf es aber einer finanziellen Förderung. Damit muss sich die Verwaltung beschäftigen.

Um eine Wegbefestigung ging es auf auch beim nächsten Besichtigungspunkt, dem Weg auf der Ram. Dieser verläuft entlang der ehemaligen Stadtmauer und wird gerade von älteren Fußgängern gerne für einen Spaziergang benützt. Für Rollstuhlfahrer oder Rollatoren ist der Weg im jetzigen Zustand denkbar ungeeignet. Abhilfe könnte eine Befestigung mit Pflaster oder Mineralbeton schaffen. Da eine Befestigung auch unter denkmalschützerischen Aspekten betrachtet werden muss, wird dafür ein Planer hinzugezogen.

Ein Anlieger wünscht sich ein öfteres Abmähen des Bewuchses am Promenadenweg. Dafür sah der Bauausschuss keine Veranlassung. Die Bauvorschriften verlangen als Einzäunung für den Kinderhort einen Zaun, durch den die Kinder nicht schlüpfen können. Die bestehende Ligusterhecke erfüllt diese Anforderung nicht. Jetzt wird der Bauhof zusätzlich vor der Hecke einen engmaschigen Metallzaun anbringen.

Verschlammtes Bachbett

Der Kühtradgraben in der Schrebergartensiedlung dient zur Ableitung des Regenwassers auch für den Kalvarienberg. Bei stärkerem Regen tritt er gerne über die Ufer, da das Bachbett stark bewachsen und verschlammt ist. Auch hier soll der Bauhof tätig werden. Eine Säuberung des Weges zum Kalvarienberg brachte Norbert Auer zur Sprache. Zwar werden die Kapelle von Mitgliedern des ehemaligen Wandervereins gepflegt und der Weg von der Marianischen Männerkongregation gesäubert, doch sollte bei Mäharbeiten der Bauhof auch hier öfter tätig werden.

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Pfreimd

Als letzter Ort des umfangreichen Besichtigungsprogramms stand das Wasserwerk in Perschen auf der Tagesordnung. Von hieraus werden 70 Prozent des Wassers von Nabburg kommend nach Pfreimd weitergeleitet. Das Gebäude benötigt eine neue Bedachung, die im nichtöffentlichen Teil der Sitzung vergeben worden ist.

Der Weg "Auf der Ram" wird von Spaziergängern gerne benutzt. Für Rollstuhlfahrer oder mit dem Rollator ist er sehr beschwerlich. Jetzt soll er befestigt werden.
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