23.06.2021 - 10:29 Uhr
PirkOberpfalz

Sportpark Pirk steht nach zweieinhalb Jahren kurz vor offizieller Eröffnung

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Über zweieinhalb Jahre erstreckt sich bereits die Bauzeit für den neuen Sportpark Pirk. Die Kosten liegen höher als veranschlagt. Doch was wird dort nun geboten? Wir bieten einen Überblick bereits vor der offiziellen Eröffnung der Anlage.

Endlich wieder zusammen Sport treiben - und das auf dem neuen Sportplatz!
von fsbProfil

Die Sportler wurden auf eine lange Geduldsprobe gestellt, bis sie den neuen Sportpark Pirk in Beschlag nehmen durften. Zwar ist noch nicht alles fertig, doch die letzten Arbeiten laufen. Erste Trainingseinheiten sind bereits in Gange. Eine offizielle Eröffnung soll es Mitte Juli oder Anfang August geben.

3,7 Hektar misst der neue Sportpark. Er liegt südlich des neuen Friedhofs, etwa 400 Meter entlang der Gemeindeverbindungsstraße nach Pischeldorf. An der alten Sportanlage an der Richard-Hülsmann-Allee hatte Ende 2016 die Firma Constantia Interesse am Gelände gezeigt. Der Gemeinderat unterstützte das Unternehmen damals. Die Sportler mussten weichen.

Die Kosten

Was dem Verein genommen wird, sollte er wieder bekommen: zwei Fußballplätze, drei (statt vier) Tennisplätze, eine 100-Meter-Laufbahn für den Schulsport und das Sportheim. Aus den Wünschen der Bevölkerung wurde zusätzlich der Bau einer Stockbahn, eines Kinderspielplatzes und einer Kegelbahn berücksichtigt, da der Sportkegelklub sich in die SpVgg integrierte. Ein erster Entwurf mit Kosten von über 9 Millionen Euro wurde als unrealisierbar abgelehnt und nach einem Architektenwechsel auf zunächst 2,5 Millionen Euro für das Sportheim und 2,3 Millionen Euro für die Sportanlagen abgespeckt.

Nach Ostern 2019 begannen die Erdarbeiten, im Juni desselben Jahres der Bau des Sportfunktionsgebäudes. Immer wieder verschob sich die bis spätestens Herbst 2020 geplante Fertigstellung wegen Problemen in der Abstimmung, wegen Kurzarbeit von Firmen in der Corona-Pandemie und wegen Engpässen bei der Materialbeschaffung. Mittlerweile erhöhten sich die Gesamtkosten von 5,9 auf etwa 6,3 Millionen Euro.

Für die Fußballer

Für die Fußballer ist die Saison bereits eröffnet. Derzeit wird auf den Plätzen eifrig trainiert, allerdings muss der Rasen erst mit Turnschuhen eingelaufen werden. Dieser ist auf dem 105 mal 68 Meter großen Sportplatz und dem 90 mal 60 Meter großen Rasenspielfeld gut angewachsen. Eine Besonderheit ist die Unterbodenbewässerung, die bis zu 75 Prozent Wasser einspart. Noch fehlen vor allem die Einrichtungen im Geräte- und Umkleideraum, teilweise auch die Beleuchtung im Gebäude. Michael Voit, Spielführer der ersten Mannschaft, findet die Plätze "top" und ist davon angetan, dass alle Spieler aus Pirk zu ihrem Heimatverein zurückgekehrt sind. Er übt aber Kritik daran, dass der Sportpark immer noch eine größere Baustelle ist, spricht angesichts der langen Verzögerungen von einem „Kindergarten“ und bemängelt, dass die Mannschaft zum Duschen in die Turnhalle ausweichen muss und die fertigen Kabinen noch nicht betreten darf.

Für die Tennisfans

Die Tennisplätze wurden platzfertig übergeben. Seit dem 12. Juni finden die Medenspiele statt. Gerade wird in der Tennishütte, gedacht als Aufenthalt und Unterschlupf für die Spieler und als Geräteraum, der Fußboden verlegt. Die 1987 gegründete Abteilung bietet Training und Schnupperkurse für Kinder an, wird in den letzten Schulwochen die Zusammenarbeit mit Klassen aufbauen und plant eine Kindergartengruppe für Vier- bis Fünfjährige. Neubürger nutzen gerne die angebotenen Schnupperkurse. Am 31. Juli soll es einen „Tag des Tennis“ geben. Maximilian (9) lobt den Platz und die Trainer. Michael Meier, Neumitglied, freut sich, dass beim Sportpark der Fokus auf die Kinder gelegt wurde, die man auch von der Terrasse aus gut beobachten kann. Als Gefahr sieht er den schnellen (Lastwagen-)Verkehr vor dem Gelände.

Die Stockschützen

Angeregt durch die Hobby-Eisstockschützen und den Sportparkbau gründete sich vor drei Jahren die Abteilung Stockschützen. Im Anschluss an die Festwiese entstand eine 23 Meter lange, zweifache Pflastersteinbahn, welche die Norm für Großturniere und Meisterschaften erfüllt und seit drei Wochen von den Mitgliedern, darunter fünf Frauen und drei Kinder, gerne genutzt wird. Sie steht allen aus der Bevölkerung zum Kennenlernen offen. Stöcke hierzu können ausgeliehen werden. Geplant sind ein Eröffnungsturnier mit zehn Mannschaften am 31. Juli und die Dorfmeisterschaft im September. Künftige Punktspiele sind angedacht. Manja Hönig, langjährige Stockschützin, findet die Bahn und den Sportpark super. Sie würde sich noch eine kleine Hütte wünschen zur Lagerung von Geräten, Material und der vom Sportheimwirt bezogenen Getränke.

Für die Kegler

Im Sportfunktionsgebäude ist neben der Gaststätte, den Technik-, Kühl- und Lagerräumen, den Kabinen und den Sanitäranlagen im Untergeschoss, für die Kegler eine Vier-Bahnen-Anlage mit kleinem Kegelstüberl integriert. Damit muss die in der Bezirksoberliga spielende erste Herrenmannschaft nicht mehr ihre Wettkämpfe in Weiden austragen. Leider ist die Anlage noch nicht vollständig fertig. So müssen beispielsweise noch der Boden im Vorraum verlegt und Glastüren gesetzt werden. Abteilungsleiterin Melanie Dobner blickt dennoch positiv nach vorne und sieht die Abschlussarbeiten auf einem guten Weg. Alle Kegler brennen darauf, wieder trainieren zu können. Im September beginnt die neue Kegelsaison.

Die Gaststätte

Besonders unter den Verzögerungen zu leiden hat Christos Kyrkos, der neue Wirt der Gaststätte „Bonaublick“. Kücheneinrichtung und Möblierung des Gastzimmers sind nicht vollständig geliefert. Dabei würde gerade jetzt sich der Gastronomiebetrieb auch auf dem 30 Meter langen Holzbalkon mit Rundblick auf die Flur „Bonau“ und auf die Sportstätten – für Architekt Kunert die „Beletage“ – anbieten. Ein weiteres Highlight des Sportparks ist der Kinderspielplatz mit Seilbahn. Zur Zeit muss das angesäte Gelände noch eingezäunt bleiben, damit die Grasnarbe belastbar wird.

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Hintergrund:

Die SpVgg Pirk

  • Der Hauptverein SpVgg Pirk hat zur Zeit etwa 700 Mitglieder.
  • In der Abteilung Fußball mit 200 Aktiven entfallen etwa 110 auf Kinder und Jugendliche der Altersgruppen A bis G, die zum Teil in Spielgemeinschaften auftreten.
  • Die Tennisabteilung hat 111 Mitglieder, davon etwa 50 Kinder und Jugendliche.
  • Der Abteilung Stockschützen gehören 25 Mitglieder an, die Kegelabteilung zählt 36 Aktive. Hinzu kommen die 162 Mitglieder der Turnabteilung, mit der Eltern-Kind-Gruppe, dem Purzelvolk und der Schulkindgruppe.

 

 

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