21.07.2021 - 12:11 Uhr
PleysteinOberpfalz

Wirtin Lieselotte Hartwig verstorben

Die Seniorchefin des Hotels "Regina", Lieselotte Hartwig, verstarb am 16. Juli im Alter von 64 Jahren. Die Stadt Pleystein verliert mit "der Lotte" eine wertvolle Gastgeberin, Wirtin und Köchin.

Lieselotte Hartwig, die Seniorchefin des Hotels "Regina" verstarb im Alter von 64 Jahren.
von Walter BeyerleinProfil

Am 16. Juli verstarb Lieselotte Hartwig, Seniorchefin des Hotels „Regina“. Am Dienstagnachmittag verabschiedete sich im Trauergottesdienst mit Stadtpfarrer Pater Hans Ring eine große Trauergemeinde in der Stadtpfarrkirche.

Die Verstorbene wurde am 15. November 1956 als viertes von fünf Kindern der Eheleute Albert und Loni Stahl in Vöslesrieth geboren. Gemeinsam mit ihren beiden Schwestern und Brüdern verbrachte sie ihre Kindheit im elterlichen Anwesen. Nach der Schulzeit in Pleystein schloss sie in Weiden eine Lehre als Einzelhandelskauffrau ab.

Zuverlässigkeit und Qualität

Schon seit ihrer Schulzeit kannte sie Josef Hartwig, den Gastwirtssohn aus Pleystein. Aus diesem „sich kennen“ wurde Liebe, 1977 schlossen beide den Bund fürs Leben. Lieselotte schulte zur Hotel- und Gaststättengehilfin und zur Köchin um, um sich im Familienbetrieb einbringen zu können. Aus der Ehe gingen die Kinder Winfried, Renate, Doris und Thomas hervor.

Zuverlässigkeit und Qualität in Hotel, Gaststätte und Metzgerei wurden bei Lieselotte Hartwig groß geschrieben. Doch sie bevorzugte es, im Hintergrund zu sein, ihr Arbeitsplatz war die Küche. Das Ziel stets harmonisch mit allen Mitarbeitern zusammenzuarbeiten, verlor sie nie aus den Augen. Mit viel persönlichem Einsatz ermöglichte sie ihren Gästen echten Urlaubsgenuss.

"Was bleibt, ist die Erinnerung"

Im März 2019 erhielt Ehemann Josef eine niederschmetternde Diagnose. Auch sie selbst wurde krank. Ehemann Josef ging es zusehends schlechter bis er schließlich verstarb. Danach veränderte sich auch ihr Gesundheitszustand. Am 16. Juli verstarb Lieselotte Hartwig. Mit ihr verliert die Familie eine Tochter, Mutter, Schwiegermutter, Oma und Schwester.

Auch für Bürgermeister Rainer Rewitzer war es schwierig die richtigen Worte für den Schmerz der Familie in seinem Nachruf auf "die Lotte" zu finden. Mit dem Tod von Lotte Hartwig habe die Stadt ein Stück Geborgenheit verloren. „Wir haben mit Lotte eine Gastgeberin, Köchin und Wirtin verloren, die wir alle schmerzlich vermissen werden."

Altbürgermeister Johann Walbrunn nannte es unfassbar. „Sie war ein Eckpfeiler in der Gastronomie“. Der Verstorbenen müsse der Dank gezollt werden, immer für die Stadt, die Vereine und Touristen da gewesen zu sein. „Was uns bleibt, ist die Erinnerung tief im Herzen“.

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