Der Insolvenzantrag der Ziegler-Holding ist seit Mittwoch beherrschendes Gesprächsthema: In der Gemeinde Plößberg ist der Hauptsitz des Unternehmens. Bürgermeister Lothar Müller treiben in diesen Tagen vor allem zwei Dinge um.
"Dass es irgendwie weitergeht und die Leute eine sichere Zukunft vor sich haben", hofft Müller im Gespräch mit Oberpfalz-Medien und schildert zuallererst seine Sorge um die Mitarbeitenden in dem Betrieb. Für die Beschäftigten hofft der Rathauschef auf eine tragfähige Lösung. Es sei aber für konkretere Aussagen noch viel zu früh, verweist Müller auf die Zuständigkeit des Insolvenzverwalters. "Letztendlich kommt es darauf an, was er macht."
Erfolgreicher Aufbau
"Ich hoffe, dass alle gesundheitlich unbeschadet aus dieser Situation herauskommen." Dabei schließt Müller alle Betroffenen ein – auf Arbeitnehmer- wie auf Arbeitgeberseite. Der Rathauschef unterstreicht im Gespräch die Verdienste der Familie Ziegler: "Sie hat seit Jahrzehnten in der Gemeinde unheimlich viel geleistet", blickt Müller zurück auf die erfolgreiche Zeit des Aufbaus der Firmengruppe. "Es hat viele Jahre gut funktioniert."
Mit der Unternehmerfamilie hatte Lothar Müller in den vergangenen Jahren relativ wenig Kontakt – abgesehen von kurzen Treffen mit Seniorchef Wilhelm Ziegler. Er geht wie Müller in der Freizeit gerne am Stausee spazieren. "Im Tagesgeschäft gab es keine Berührungspunkte." Früher, so Müller, als es um die Ausweisung von Bebauungsplänen und um Investitionen ging, habe man sich des Öfteren gesehen.
Abstimmungsgespräche
Müller räumt ein, dass in Gesprächen mit Leuten aus den Reihen der Mitarbeitenden immer wieder von finanziellen Problemen der Firmengruppe die Rede war. "Aber man konnte das nicht richtig einschätzen." Die Höhe der Verbindlichkeiten schreckt den gelernten Banker nicht, wie er durchblicken lässt und auf das Verhältnis zum Anlagevermögen verweist. "Das ist immer in Abhängigkeit zu setzen."
Wegen der weiteren Schritte steht Bürgermeister Müller in Kontakt mit dem Landrat sowie mit dem Wirtschaftsministerium. "Das ist keine alltägliche Situation." Die Gemeinde könne nach Kräften Unterstützung leisten; bei allen Entscheidungen sei aber immer der Marktrat einzubinden.
































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