23.06.2021 - 15:26 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Simultankirchenradweg: Route mit Start und Ziel Sulzbach-Rosenberg eröffnet

Insgesamt gibt es zehn Routen beim Simultankirchenradweg. Die vierte, die durch den Landkreis Amberg-Sulzbach führt, ist nun voll beschildert.

Die Ausschilderung der fast 40 Kilometer langen Strecke durch den westlichen Landkreis Amberg-Sulzbach mit Start und Ziel Sulzbach-Rosenberg ist abgeschlossen, weshalb viele offizielle Vertreter zusammenkamen.
von Autor GFProfil

Politische Mandatsträger sowie katholische und evangelische Geistliche hatten am Montag in Poppenricht Grund zum Feiern. Die Beschilderungen der vierten Route des Simultankirchenradwegs, der sich gut 40 Kilometer durch den westlichen Landkreis Amberg-Sulzbach erstreckt, sind nun alle angebracht.

Pfarrer Konrad Schornbaum, einer der Initiatoren des Simultankirchenradwegs betonte, dass an der Verwirklichung neben Kirchen und Kommunen auch Heimatpfleger und letztlich kommunale Mitarbeiter beteiligt waren, letztere vor allem für eine sinnvolle Ausschilderung der Strecke. Poppenrichts Bürgermeister Hermann Böhm erinnerte daran, dass seit gut zehn Jahren an der Verwirklichung des Simultankirchenradwegs gearbeitet werde. Die Planungen auf dem Papier seien abgeschlossen, nun müsse der Radweg nur noch angenommen werden, woran er nicht zweifle, sich aber wünsche, dass alle Tourenradler unfallfrei vom Start wieder ans Ziel gelangen. Radweg-Koordinator Peter Kratzer nutzte die Anwesenheit einiger Bürgermeister der vom Simultankirchenradweg betroffenen Gemeinden und dankte ihnen, dass sie die Idee „Simultankirchenradweg“ tatkräftig unterstützt haben. Insgesamt tangiere der Simultankirchenradweg 26 Oberpfälzer Gemeinden. Hans-Peter Pauckstadt-Künkler, der Vorsitzende des Fördervereins für den Simultankirchenradweg, meinte, Radtourismus und Glaube befänden sich durchaus im Einklang, vor allem dann, wenn die Radtouren so angeboten werden, dass Kirchen dabei Etappenziele seien.

Regionaldekan Karlhermann Schötz brachte den Vorschlag ein, mit Rücksicht auf die immer häufiger genutzten E-Bikes, auch an eine ausreichende Anzahl an Ladestationen entlang der Routen zu denken. Für den Amberger Oberbürgermeister Michael Cerny ist eine vernünftige und übersichtliche Beschilderung die beste Voraussetzung dafür, dass die einzelnen Routen auch genutzt werden. "Wir werden auch noch dafür sorgen, dass genügend Ruhebänke aufgestellt werden", sagte Konrad Schornbaum und ergänzte: "Wenn die Beschilderung aller zehn Routen abgeschlossen ist, womit er im nächsten Jahr rechne, dann werde es auch ein größeres Fest zur Einweihung des Simultankirchenradwegs geben."

Info:

Der Simultankirchenradweg

  • Der Simultankirchenradweg hat zehn Routen.
  • Es wird dabei an die Geschichte der Simultankirchen in der nördlichen Oberpfalz erinnert, die Mitte des 17. Jahrhunderts von Pfalzgraf Christian August ermöglicht wurden, um in seinem Fürstentum Sulzbach einen dauerhaften Frieden zwischen den unterschiedlichen Konfessionen zu sichern.
  • Aktuell werden in der Oberpfalz noch neun Gotteshäuser als Simultankirchen genutzt, im Landkreis Amberg-Sulzbach die Kirchen in Eschenfelden, Frankenhof, Fürnried, Götzendorf und Kürmreuth und Niederärndt.
  • Die Routen des Simultankirchenradwegs sind zwischen 25 und knapp 60 Kilometer lang, auf dem Weg liegen grundsätzlich auch Wirtshäuser.
  • Die nicht ganz 40 Kilometer lange vierte Route beginnt in Sulzbach-Rosenberg, zieht sich über Siebeneichen, Kropfersricht, Stifterslohe, Prohof und Pfaffenhof bis Illschwang, dann weiter über Ritzenfeld, Götzendorf, Ammerthal, Fichtenhof, Karmensölden und Poppenricht wieder zurück nach Sulzbach-Rosenberg.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.