04.02.2019 - 13:28 Uhr
PressathOberpfalz

Dienst auch in Dinkelsbühl

Als turbulentes Jahr blieb 2018 bei der Pressather Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in Erinnerung. Doch kalte Füße haben Bereitschaftsleiter Thomas Rauch und seine Kameraden eigentlich nur einmal bekommen.

Zwischen Dinkelsbühl und Rosshaupt waren die Pressather Rotkreuz-"Sanis" im Dienst ihrer Mitmenschen unterwegs: Umfangreich und bunt fiel Bereitschaftsleiter Thomas Rauchs Jahresrückblick aus. Bild: bjp
von Bernhard PiegsaProfil

Und zwar am 21. Januar 2018, als sie im Zuge der damals durch Bayern schwappenden Internet-Aktion „Kaltwasser-Challenge“ in den eiskalten Kiesibeach-See stapften. Für die Rotkreuzler war dieser Farbtupfer in ihren gut gefüllten Terminkalendern vor allem ein ungewöhnlicher weiterer Anlass, um Gutes zu tun: Denn das Wichtigste an dem „coolen“ Happening war eine 300-Euro-Spende für die Kinderkrebshilfe Oberpfalz-Nord. Im Mittelpunkt von Thomas Rauchs Rückschau zur Jahresversammlung im DJK-Heim stand freilich das traditionelle „Portfolio“ an Hilfeleistungen. Dass sich für diese anspruchsvollen Dienste immer wieder neue und vor allem junge „helfende Hände“ finden, freute Rauch besonders, der vermelden konnte, dass eine Bereitschaftsjugendgruppe unter Leitung von Lisa Marie Bräu und Simon Götz gegründet wurde.

Auch an achtunggebietenden Zahlen fehlte es nicht: 226 Patienten (Vorjahr: 204) hätten die ehrenamtlichen „Helfer vor Ort“ bei 225 (Vorjahr: 200) mobilen Ersthilfe-Einsätzen versorgt und 142 (Vorjahr: 122) Einsatzstunden absolviert, blickte Thomas Rauch zurück. Dabei seien sie im Durchschnitt 5,75 Minuten vor dem hauptamtlichen Rettungsdienst am Einsatzort eingetroffen und somit noch ein wenig schneller gewesen als 2017. Rechne man die Zeiten der Rufbereitschaft hinzu, kämen die „Helfer“ sogar auf 7.117 Dienst- und Bereitschaftsstunden.

Viel zu tun gab es auch für die Rotkreuz-Bereitschaftsmitarbeiter im Sanitäts- und Rettungsdienst: Laut Thomas Rauch absolvierten sie 5.211 Ausbildungs- und Dienststunden, 456 mehr als 2016. Hiervon entfielen 1.231 (Vorjahr: 938) Stunden auf den Rettungsdienst und 1.081 (Vorjahr: 848) Einsatzstunden auf den Bereitschaftsdienst bei 34 Festen, Konzerten, sportlichen und kirchlichen Veranstaltungen. Als Highlights erwähnte Thomas Rauch das Bürgerfest, die Feuerwehrjubiläen in Burkhardsreuth und Zessau, die Kiesibeach-Musikparty der Jungen Union, das Geländewagenrennen „Wildsau-Trophy“ bei Troschelhammer, die Dießfurter „Beach-Party“ sowie die Faschingszüge in der Kreisstadt, in Pressath und Hammerles.

Sogar bei den mittelfränkischen Musikveranstaltungen „Summer Breeze-Festival“ in Dinkelsbühl und „Taubertal-Festival“ in Rothenburg ob der Tauber taten die Pressather „Sanis“ Dienst und gaben auch bei einer Großübung von Rettungskräften aus Pressath und Umgebung auf dem Lippert-Gelände ihr Bestes. 166 Einsatzstunden leistete die Schnelleinsatzgruppe „Betreuungsdienst“, eine 2012 gegründete Spezialabteilung für humanitäre Hilfe. Eine besonders anspruchsvolle Herausforderung war der Brand in einem Seniorenheim der Kreisstadt mit zeitweiliger Evakuierung der Bewohner.

Außerdem nahmen die Pressather an einer deutsch-tschechischen Großübung mit dem Szenario „Lastwagen fährt ungebremst in Menschenmenge“ am Grenzübergang Waidhaus/Rosshaupt und an einer Katastrophenschutzübung in Floß teil. Ferner waren sie zur Einsatzkräftebetreuung beim NOFI-Lauf in Neustadt/Waldnaab abgeordnet. Nicht fehlen durfte in Thomas Rauchs Rückschau der gut besuchte Glühweinstand beim Haus der Vereine am dritten Adventssonntag.

Info:

Bald Rückkehr ins Vereinshaus

Pressath. (bjp) Gut besucht wurden wieder die vier Blutspendetermine der Pressather Rotkreuz-Bereitschaft: „Wir konnten 45 Erstspender – 19 mehr als 2017 – und 536 Spendewillige begrüßen“, freute sich Bereitschaftsleiter Thomas Rauch. Mit einem als „Sommerfest“ gestalteten Termin habe man sichtlich das Interesse an der Blutspende belebt. Je ein Ersthilfekurs für Eltern und Personal des Trabitzer Kindergartens und für die Dießfurter Feuerwehr vervollständigten das Jahrespensum der Rotkreuzbereitschaft.

Nicht unerwähnt ließ Rauch die Fortbildung der aktiven Mitglieder, die 1.246 Schulungsstunden umfasste. Leider nehme der Respekt vor den Hilfsdiensten, nicht nur der Rotkreuz-Sanitäter, unverständlicherweise immer mehr ab. Gut arrangiert habe man sich mit dem „Asyl“ in der Wasserwachthütte am Kiesibeach, doch freue sich die Bereitschaft auf die bevorstehende Rückkehr ins Bürgermeister-Hans-Ficker-Vereinsheim, wo man zurzeit noch mit der Ausstattung des neuen, größeren Vereinsheims beschäftigt sei. Eine spürbare Erleichterung für Personalplanung und Einsatzdokumentation bringe das neue „HiOrg-Server“-Datenbankprogramm mit sich.

 

 

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