02.03.2020 - 10:19 Uhr
PressathOberpfalz

"Politischer Ascherfreitag" SPD Pressath: „Nicht weiterwurschteln wie bisher“

SPD-Bürgermeisterkandidat Bernhard Stangl spricht beim "Politischen Ascherfreitag" in Pressath so einige Themen an – unter anderem auch Klimaschutz und Strömungen des rechten Rands.

Über den Themen der Stadtpolitik, die einer ebenso zügigen wie langfristig tragfähigen Lösung harrten, dürfe man "große" Probleme wie Klimawandel oder Rechtsextremismus nicht aus dem Auge verlieren, bekräftigt SPD-Bürgermeisterkandidat Bernhard Stangl.
von Bernhard PiegsaProfil

Aus der Gemeinsamkeit einer von Fairness und Sauberkeit getragenen Streitkultur heraus könnten die Demokraten aller Couleur auch Strömungen des rechten Rands überzeugend entgegentreten, unterstrich Bürgermeisterkandidat Bernhard Stangl beim „Ascherfreitag“ der Pressather SPD. Derlei Tendenzen „machen an unseren Ortsschildern nicht halt“: „Auch bei uns liebäugeln manche mit der Gründung eines AfD-Ortsverbands.“

Nicht nur die demokratische Tradition seiner Partei lasse ihn „gegen rechts“ argwöhnisch sein, betonte der bei einem Planungsbüro tätige Ingenieur: „Ich habe an der Umgestaltung der Bayreuther ‚Alten Münze‘ zu einem jüdischen Gemeindezentrum mitgearbeitet, dessen Sicherheitskonzept nach dem Anschlag von Halle mit einem Aufwand von 150.000 Euro verschärft werden musste. Ist es in einer freiheitlichen Demokratie hinnehmbar, dass Menschen ihres Lebens nicht mehr sicher sind und sich derart absichern müssen, nur weil sie einen anderen Glauben haben?“

Zu den „großen Themen“, für die „auch wir lokal und regional unseren Teil Verantwortung übernehmen müssen“, zählte Stangl weiterhin den Klimaschutz. Über „sozialverträgliche Reaktionen auf den Klimawandel“ wie etwa das Nahwärmenetz für die Steinbühlsiedlung solle man nachdenken. Ein solches Projekt, das auch für andere Stadtteile denkbar wäre und für das man die Kooperation mit Partnern wie der „Bürger-Energie-Genossenschaft“ suchen sollte, könne über ein Genossenschaftsmodell finanziell unterfüttert werden.

Zudem könne die Stadt seinen Bau rationell mit weiteren notwendigen Modernisierungen der Fernmelde-, Strom-, Wasser- und Kanalisationsnetze und Straßen verbinden. Mit umfassenden Infrastrukturmodernisierungen könnten auch die Dorferneuerung in Dießfurt und die Anbindung des Riggauer Trinkwassernetzes an die Pressather Wasserversorgung verknüpft werden. Grundsätzlich sollte man über Sanierungs- und Modernisierungspläne für alle Stadtteile nachdenken: „Wir können nicht ‚weiterwurschteln‘ wie bisher, und wenn eine Stadt will, dass vor allem junge Leute hier bleiben, muss sie auch in puncto zeitgemäßer Infrastruktur etwas bieten.“

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