19.02.2019 - 17:13 Uhr
Oberpfalz

Putzen macht glücklich

Die Instandhaltung des eigenen Heims erzeugt ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit, weiß die Wissenschaft. Schwingen Sie den Staubwedel, rät die OWZ-Glücksexpertin.

Machen Sie es sich beim Putzen so gemütlich wie möglich, sorgen Sie für gute Musik und eine schöne Atmosphäre.
von Autor EWAProfil

"Wer trübe Fenster hat, dem erscheint alles grau", sagt schon ein altes Sprichwort. Tatsächlich hat sich schon wieder Schmutz an den Scheiben angesammelt, auf dem Fußboden tummeln sich die Staubflusen und die Kalkflecken im Bad sind auch schon wieder mehr geworden. Zeit also, endlich mit dem Putzen anzufangen. Die Lust darauf hält sich in Grenzen, Putzen belegt bei unseren Lieblingsbeschäftigungen sicher nicht den ersten Platz. Einer Umfrage zufolge würden sich ganze 94 Prozent der Deutschen am liebsten ganz davor drücken.

Dabei hat das Putzen seinen schlechten Ruf ganz zu Unrecht. Wir sollten alle ruhig öfter mit Staubsauger, Putzlappen und Schrubber durch die Wohnung wirbeln. Denn Putzen kann tatsächlich glücklich machen. Ja, Sie haben schon richtig gelesen. Wissenschaftliche Studien zeigen: Die Instandhaltung der Lieblingsgegenstände und des eigenen Heims erzeugt ein tiefes, nachhaltiges Gefühl der Zufriedenheit. Geordnete Strukturen sorgen für Klarheit und setzen zugleich neue Potenziale frei. Sogar therapeutisches Putzen gibt es mittlerweile schon. Und seien wir ehrlich: Wer fühlt sich in einem aufgeräumten und sauberen Zuhause nicht deutlich wohler als zwischen vollen Mülleimern, sich türmenden Geschirr- und Wäschebergen und herumfliegenden Wollmäusen? Ethnologin Katharina Zaugg fordert deswegen ein Umdenken in Sachen Putzen. In ihrer Putzschule, in Kursen und Seminaren und in ihren Büchern setzt sich die Schweizerin dafür ein, die "energieraubende Verachtung des Putzens aufzugeben".

Ihr Tipp: das Putzen als Kraftquelle ansehen. Am besten Reinigungsmittel wählen, die den Geruchssinn ansprechen, und sich bei der Hausarbeit so anziehen, dass man sich wohl fühlt. Die Expertin für Wellness-Putzens erklärt: "Machen Sie es sich beim Putzen so gemütlich wie möglich, sorgen Sie für gute Musik und eine schöne Atmosphäre." Wichtig ist auch ein aufgeräumter Putzschrank. Alles soll gut sortiert sein, am besten steht alles in einem netten Korb auf Arbeitstischhöhe bereit. Sie haben am Wochenende noch nichts vor? Dann veranstalten Sie doch eine Putzparty. Das Geld für einige Tage Wellness können wir uns doch nun wirklich sparen, lassen Sie uns gemeinsam den Staubwedel schwingen und den Staubsauger über die Teppiche schieben. Sie haben einen Staubsaug-Roboter? Seien Sie jetzt bloß kein Spielverderber und legen Sie selber Hand an. Schließlich tut auch die Bewegung gut. Und das Ergebnis kann sich außerdem sehen lassen: ein mit Spaß gereinigtes Haus, das wirklich glücklich macht. (ewa)

Mehr Rezepte zum Glück: www.onetz.de/themen/gluecksrezept

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