02.07.2019 - 15:10 Uhr
Oberpfalz

Regeln für eine feste Bindung

Die Anhängerkupplung will auch gepflegt sein. Autofahrer sollten regelmäßig schmieren und kontrollieren.

Wer die Anhängerkupplung regelmäßig pflegt, kann unbeschwert mit dem Wohnwagen in den Urlaub fahren.
von Konrad RosnerProfil

Eigentlich ist die Anhängerkupplung eines Autos "lebenslang" haltbar und braucht normalerweise nie ausgetauscht werden - außer sie wird bei einem Unfall beschädigt. Schon leichte Haarrisse oder Anbrüche machen den Austausch einer Anhängerkupplung nötig. Gebrauchte Anhängerkupplungen sollte man sich übrigens nie anbauen lassen. Denn man weiß nie, was eine gebrauchte Anhängerkupplung in ihrem bisherigen "Leben" schon alles meistern musste. Nicht sichtbare Haarrisse könnten fatale Folgen haben. Sicherheit geht hier über alles.

Die Anhängerkupplung braucht von Zeit zu Zeit einige Pflege. Schließlich ist dieses robuste Stahlteil vor Rost nicht sicher. Eine regelmäßig Reinigung und Wartung sollte deshalb obligatorisch sein. Ein leichtes Befetten der Kugelkopfes schadet nicht. Absolut fettfrei sollte der Kugelkopf sein, wenn ein Fahrradträger oder ein Skihalter montiert wird, damit ein sicheres Montieren gewährleistet werden kann. Der Kugelkopf der Anhängerkupplung sollte stets sauber sein, frei von allem möglichen Schutz. Ein Schutzkappe aus Plastik schützt den Kugelkopf. Solle der Kugelkopf trotz allem Rost angesetzt haben, kann dieser mit einem feinkörnigen Schmirgelpapier durchaus gereinigt werden.

Fachleute raten zudem, den Kugelkopf auch regelmäßig zu vermessen, vor allem wenn die Anhängerkupplung oft gebraucht werde. Laut Fachleuten sollte der Kugelkopf im Durchmesser nie kleiner als 49 Millimeter sein. Sonst könnte der Anhänger während der Fahrt aus dem Kugelkopf springen. Schlimme Unfälle wären vorprogrammiert.

Bei abnehmbaren Anhängerkupplungen empfehlen die Experten ein regelmäßiges Fetten des Aufnahmerohrs, also dort, wo die Anhängerkupplung in die Vorrichtung eingesteckt wird. Wird die abnehmbare Anhängerkupplung abmontiert, muss das Aufnahmerohr verschlossen werden, damit kein Schmutz oder Wasser hineinkommt.

Experten empfehlen auch, von Zeit zu Zeit alle Schrauben an der Anhängerkupplung nachzuziehen, denn die Schrauben könnten sich immer mal wieder lockern. Dies können technisch begabte Autofahrer durchaus auch selbst machen oder sie wenden sich an eine Werkstatt.

Dort sollte auch regelmäßig die elektrische Anhängersteckdose überprüft werden. Wie oft kommt es vor, dass man mit dem Anhänger in den Urlaub fahren will und plötzlich feststellt, dass das Licht nicht geht. Mittels einer speziellen Prüfsteckdose kann die Fachwerkstatt überprüfen, ob alle Lichter an der Anhängersteckdose funktionieren. Kabel-Oxidationen im Stecker oder auch Kabelbruch kommen immer wieder mal vor. Wenn alles in Ordnung ist, steht einem unbeschwerten Urlaub mit dem Anhänger oder dem Fahrradträger nichts entgegen. (kro)

Ein Witterungsschutz leistet gute Dienste.
Die Befestigungsschrauben der Anhängerkupplung sollten von Zeit zu Zeit auch mal nachgezogen, beziehungsweise auf einen festen Sitz überprüft werden.
Der Kugelkopf der starren Anhängerkupplung sollte bei Nichtgebrauch stets mit einer Schutzkappe abgedeckt sein.
Der Kugelkopf der Anhängerkupplung sollte regelmäßig gewartet werden.
In der Fachwerkstatt sollte von Zeit zu Zeit die elektrische Anlage der Anhängerkupplung mit Hilfe eines Prüfsteckers kontrolliert werden.
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