08.06.2021 - 18:14 Uhr
RegensburgOberpfalz

Bundesgerichtshof hat entschieden: Urteil im Fall Baumer rechtskräftig

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Acht Jahre nach Maria Baumers spurlosen Verschwinden war ihr früherer Verlobter wegen Mordes verurteilt worden. Nun ist klar, der Regensburger Schuldspruch vom Oktober 2020 hat Bestand.

Der damals Angeklagte (Zweiter von links) steht am 1. Juli 2020 mit Mundschutz im Verhandlungssaal des Landgerichts neben Polizisten und seinem Verteidiger Michael Haizmann (links).
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Neun Jahre nach dem spurlosen Verschwinden der damals 26-jährigen Maria Baumer aus Muschenried (Kreis Schwandorf) ist das Urteil gegen ihren Mörder rechtskräftig. Der Schuldspruch des Landgerichtes Regensburg gegen ihren damaligen Verlobten ist vom Bundesgerichtshof bestätigt worden. Wie dessen Verteidiger, Rechtsanwalt Michael Haizmann, am Dienstag auf Anfrage bestätigte, verwarf der Bundesgerichtshof in Karlsruhe die Revision.

Besondere Schwere der Schuld

Die Regensburger Richter hatten Christian F. im Oktober 2020 wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er seine Verlobte im Mai 2012 mit Medikamenten vergiftet und ihre Leiche anschließend im Wald vergraben hatte. Die Schwurgerichtskammer stellte am zudem die besondere Schwere der Schuld fest. In Bayern bedeute dies eine Haft zwischen 22 und 30 Jahren, sagte Verteidiger Haizmann. "Wenn er rauskommt, ist er ein alter Mann."

Der Bundesgerichtshof lehnte es ab, das Urteil wegen Verfahrensfehlern aufzuheben. Über die Tatsachenlage wird wird in einem Revisionsverfahren vor dem Bundesgerichtshof nicht entschieden. Maria Baumer war im Mai 2012 verschwunden. Mehr als ein Jahr später, im September 2013, hatten Pilzesammler bei Bernhardswald (Kreis Regensburg) ihre sterblichen Überreste gefunden.

Haft in der Justizvollzugsanstalt Straubing

Haizmann will an diesem Mittwoch mit seinem Mandaten, der in der Justizvollzugsanstalt Straubing einsitzt, telefonieren, um ihn über den Spruch aus Karlsruhe zu informieren. Am Dienstag sei dies nicht möglich gewesen. Der Verteidiger nannte den zeitlichen Ablauf unglücklich. Für diesem Mittwoch wird auch eine Pressemitteilung des Bundesgerichtshof erwartet.

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