18.06.2020 - 10:39 Uhr
Reinhardsrieth bei WaidhausOberpfalz

Reinhardsrieth: Neue Straße wieder dicht

Für eine öffentliche Nutzung muss der Kaltlohweg wegen der massiven Schäden auf nicht absehbare Zeit gesperrt bleiben. Der erst vor wenigen Wochen freigegebene Straßenzug ist damit wieder eine Baustelle.

Der Abstimmung einer gemeinsamen Schadensbehebung dient eine Lagebesprechung von Christian Meier, Markus Bauriedl, Siegfried Völkl, Uli Rupprecht und Rainer Rewitzer (von links).
von Josef ForsterProfil

Mit ihren Fachleuten trafen sich die beiden betroffenen Bürgermeister Rainer Rewitzer (Pleystein) und Markus Bauriedl (Waidhaus) vor Ort zur Abstimmung des weiteren Vorgehens. Zugleich galt der Termin einer Schadensaufnahme des sonntäglichen Unwetters. Rewitzer beauftragte in Absprache mit seinem Bauhofleiter Uli Rupprecht zugleich unaufschiebbare Sicherungs- und Vorsichtsmaßnahmen, welche Baggerfahrer Siegfried Völkl unverzüglich anging.

Ein erheblicher Teil des auf einer Länge von einem halben Kilometer mitgerissenen Bankettschotters fand sich auf Waidhauser Seite abgelagert in einem Getreidefeld wieder. Mit einer Kontrolle aller Durchlässe im weiten Umfeld des betroffenen Gebiets beauftragte Bürgermeister Bauriedl in Abstimmung mit dem Waidhauser Bauamtsleiter Christian Meier deshalb den eigenen Bauhof. Bauriedl bat um Verständnis, dass nun andere geplante Arbeiten zurückgestellt werden mussten.

Einer Beseitigung sämtlicher Unwetterschäden in Eigenregie erteilten die Gesprächsteilnehmer dagegen gemeinsam eine Absage. Insbesondere der zeitliche Aufwand lasse sich nicht mit den routinemäßig anfallenden Arbeiten in Einklang bringen. Aus Gewährleistungsgründen müsse zudem zuerst geprüft werden, wie die Reparaturarbeiten grundsätzlich auszuführen seien. Die Rathauschefs sprachen sich zudem für eine gemeinsame Vergabe der nötigen Ausbesserungsarbeiten aus.

Rewitzer sah außerdem die Notwendigkeit zur Beteiligung der Forstbehörden. Überwiegende Mengen der Wassermassen hatten sich den Weg aus den Hängen des Wolfswinkelbergs über die herabführenden Forstwege gesucht, welche jedoch kaum mit abführenden Querrinnen ausgestattet seien. Die Vertreter beider Kommunen sahen deshalb die Erarbeitung eines ganzheitlichen Hochwasser-Schutzkonzepts für dieses Gebiet geboten.

Wassermassen reißen Bankett mit

Miesbrunn bei Pleystein

Weiter verständigten sich die Teilnehmer auf die Regelung der Umleitungen. Weil zusätzlich der "Teufelssteg" auf Waidhauser Gemeindegebiet gesperrt werden musste, bleiben einzig die neue Kreisstraße über Miesbrunn und die Staatsstraße zwischen Hinterbrünst und Waidhaus übrig. Dabei war die gänzlich entlang einer Höhenlinie verlaufende Neubaustrecke seit der Verkehrsfreigabe zu einem richtigen Freizeitmagneten gewachsen. Rewitzer wusste von einer ausgeprägten Akzeptanz bei Radfahrern, Inline-Skatern und Wanderern aufgrund der komfortablen Ausbauqualität. Während der Waidhauser Teil bereits 2014 in der alten Breite saniert wurde, konnte die Stadt Pleystein sechs Jahre später einen wesentlich höheren Standard bis hinein in den Ortsteil Miesbrunn verwirklichen. Einzig die Freude darüber währte jetzt nur kurz.

"Teufelssteg" wehrt Fluten ab

Hagendorf bei Waidhaus
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