Die deutsche Hilfsorganisation "Alan Kurdi" hat nach eigenen Angaben 65 Menschen in internationalen Gewässern vor der libyischen Küste aufgenommen. Die Regensburger Organisation "Sea-Eye" teilte mit, dass das überladene Schlauchboot zwar manövrierfähig und mit ausreichend Treibstoff versorgt war, jedoch weder ein GPS-fähiges Telefon noch andere Navigationshilfen an Bord hatte, berichtet die "Tagesschau". Zudem waren offenbar nur zehn Liter Trinkwasser auf dem Boot.
Laut "Sea-Eye" haben die Bootsinsassen zunächst versucht, der "Alan Kurdi" zu entkommen. Offenbar hätten sie befürchtet, dass es sich um ein Schiff der libyschen Küstenwache handelte. Nach Angaben eines Geretteten befand sich das Schlauchboot bereits seit über zwölf Stunden auf dem Meer, als es gesichtet wurde. "Ohne ein GPS-fähiges Telefon oder nautische Grundkenntnisse hätten diese jungen Menschen vermutlich keinen Ort erreicht und wären verschwunden", sagte Gorden Isler, Einsatzleiter auf der "Alan Kurdi".
Hilfsorganisation "Alan Kurdi" – Seenotleitung Bremen informiert Auswärtiges Amt
Die "Alan Kurdi" versuchte zunächst erfolglos, Kontakt zu den libyschen Behörden herzustellen. Die italienischen Rettungsleitstellen schwiegen laut "Sea-Eye" ebenfalls. Die Seenotleitung Bremen habe hingegen schnell geantwortet und das Auswärtige Amt informiert.
Ein Rettungsschiff der italienischen Hilfsorganisation "Mediterranea" mit mehr als 50 Migranten wartet laut "Tagesschau" ebenfalls auf Einlass in einen sicheren Hafen. Italiens Innenminister Matteo Salvini hat eine Einfahrt bereits verboten. Malta hatte sich bereit erklärt, die Menschen von dem Segelboot "Alex" aufzunehmen - allerdings nur, wenn Italien im Gegenzug 55 Migranten übernimmt, die bereits in Malta sind.
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