12.03.2020 - 11:42 Uhr
RiedenOberpfalz

Alfredo Malikoski neuer evangelischer Pfarrer in Rieden

Die evangelische Pfarrstelle in Rieden ist offiziell neu besetzt. Pfarrer Alfredo Malikoski ist bei einer Feierstunde in der voll besetzten Paul-Gerhardt-Kirche in sein Amt eingeführt worden.

Der neue evangelische Pfarrer Pfarrer Alfredo Malikoski (links) mit Dekan Karlhermann Schötz.
von Autor SAMProfil

Die Pfarrstelle war durch den Wechsel des bisherigen Pfarrer-Ehepaars Birgit Schwalbe-Eberius und Klaus Eberius nach Mittelfranken (www.onetz.de/2664601) über ein Jahr vakant gewesen. Nun hat die Diasporakirchengemeinde, die von Schmidmühlen über Hohenburg bis nach Theuern und Ebermannsdorf reicht, und den Hauptsitz mit der Paul-Gerhardt-Kirche Rieden und dem Dietrich-Bonhoeffer-Gemeindehaus in Ebermannsdorf hat, wieder einen neuen Hausherrn. Der Kirchenvorstand hat aus den Bewerbern Pfarrer Alfredo Malikoski ausgewählt, der die Gemeinde schon in der Vakanz betreut hatte. Zuletzt war er seit 2015 zweiter Pfarrer in Schwandorf.

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Zu seiner Amtseinführung in Rieden versammelte sich um Dekan Karlhermann Schötz eine große Schar von evangelischen Geistlichen, die Malikoski in seinen bisherigen Einsatzgebieten kennengelernt hat. Der Kirchenchor aus Schwandorf und das Singensemble der evangelischen Kirchengemeinde unter Leitung von Organistin Switlana Kamenetska umrahmten den Gottesdienst. Dekan Schötz und Pfarrer Arne Langbein aus Schwandorf überreichten Malikoski die Ernennungsurkunde zum Pfarrer für Rieden. Dank galt allen, die die Gemeinde in der Übergangszeit mit Malikoski betreut haben.

Amtseinführung des neuen Riedener Pfarrers Alfredo Mailkoski (vorn links).

Gelebtes Miteinander

Dekan Schötz wählte für seine Ansprache die Apostelgeschichte des Lukas im 16. Kapitel mit der Aussage "Komm herüber und hilf uns" und setzte eine Verbindung zum Buch "Sternstunden der Menschheit" von Stefan Zweig. "Komm herüber und hilf uns" sei in der Zeit der Vakanz in Rieden gelebt worden, von der Kirchengemeinde Schwandorf, vor allem durch Pfarrer Malikoski, Pfarrer Langbein und Diakon Weich. Es sei sozusagen eine Sternstunde der Kooperation gewesen und werde es auch weiter sein, wenn nun Pfarrer Malikoski von Rieden aus helfe, die Vakanz in Schwandorf zu bewältigen.

Nach der Ansprache schloss sich in einem feierlichen Akt die Einsegnung mit den von Malikoski gewählten Paten Natalie Scharl, Frank Schmidt, Jürgen Weich, Brigitte Lang und Victor Linn an. Dann hielt Malikoski seine erste Predigt als neuer Pfarrer in Rieden. Er verband sie mit dem Aufruf: "Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden. Denn wer die reine Liebe Christus vor sich hat, der hat auch die Option, immer wieder Gutes zu tun."

Als Vertreter für die acht katholischen Kirchengemeinden im Umfeld der evangelischen Diasporakirchengemeinde griff Pfarrer Werner Sulzer (Schmidmühlen) die Worte von Dekan Schötz auf, der auch vom Wechsel aus dem Naabtal ins Vils- und Lauterachtal gesprochen hatte- nun habe Malikoski gleich zwei schöne Täler vor sich. Er überreichte eine Musik-CD als Symbol für ein harmonisches Zusammenwirken der Gemeinden.

Vertreten waren auch alle Bürgermeister aus Rieden, Ensdorf, Ebermannsdorf und Schmidmühlen. In deren Namen stellte Bürgermeister Erwin Geitner (Rieden) fest: "In Bayern ist es schön, in der Oberpfalz noch schöner und in Rieden am schönsten." Er bot ein gutes Zusammenwirken an. Danach gab es einen Empfang im Dietrich-Bonhoeffer-Gemeindehaus in Ebermannsdorf. Dabei bot sich die erste Gelegenheit zu Gesprächen.

Der Kirchenchor aus Schwandorf und das Singensemble der evangelischen Kirchengemeinde unter Leitung von Organistin Switlana Kamenetska umrahmten den Gottesdienst.
Pfarrer Alfredo Malikoski.
Hintergrund:

Zur Person

Der Kirchenvorstand mit Vertrauensfrau Natalie Scharl war erst kurz vor Beginn der Vakanz im Oktober 2018 neu gewählt worden. Scharl betonte, sie freue sich auf die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit dem neuen Pfarrer. In Anspielung auf dessen ausländische Wurzeln meinte sie, dass die Diasporakirchengemeinde Rieden "besonders gut" in der Integration sei. Pfarrer Alfredo Malikoski kommt aus Brasilien, Bundesstaat Espirito Santo, seine Frau Olga stammt aus Sibirien. Mit ihr und den Söhnen Mikhail und Aleksei ist der Geistliche inzwischen in das Pfarrhaus eingezogen, das in der Leerstandszeit renoviert wurde.

Amtseinführung des neuen Riedener Pfarrers Alfredo Mailkoski (vorn links).
Amtseinführung des neuen Riedener Pfarrers Alfredo Malikoski (vorn links).
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