06.03.2019 - 15:16 Uhr
RiedenOberpfalz

Aschermittwoch in Rieden: Fischzug endet tränenreich

In Frack und Zylinder gewandet, warten die Herren der Schöpfung beim Landgasthof Zum Bärenwirt auf das Kommando „Fischzug, Achtung! Ohne Tritt marsch“. Es ist der 44. Fischzug in Rieden - ein hartes Stück Arbeit mit strengen Regeln.

von Hubert SöllnerProfil

Es herrscht Stille, als sich die Männer auf den Weg machen, um sich dank großzügiger Wirte mit Freibier zu stärken, um den traurigen Augenblick des Geldbeutel-Eingrabens körperlich und seelisch besser zu überstehen. Eine anstrengende Tour, bei der Ordnungsstrafen-Hüter Norbert Scharl bei Regelverstößen abkassiert.

Auf einer alten Misttrage transportieren Marcel Malotta und dem Bastian Versch den leeren Geldbeutel. Die beiden sind wachsam: Wenn der Geldbeutel entwendet wird, müssen die Träger einem saftigen Obolus entrichten.

Das Freibier der Wirte inklusive des letzten Tropfens zu vernichten, ist vornehme Pflicht der Fischzügler. In allen Riedener Wirtshäusern und bei mehreren Privatstationen muss diese schwere Aufgabe erfüllt werden. Damit dies zu bewältigen ist, haben Jürgen Wendl und dem Reinhard Reindl Heringe und einige Wecken Brot parat, als Unterlage verzehrt, aber auch zum Verkauf angeboten.

„Hut ab zum Gebet,“ kommandiert Prediger Stefan Fuchs, wenn sich die Matadore des Aschermittwochs bei den Wirten und edlen Spendern der flüssigen Nahrung artig bedankten. Gegen 19.30 Uhr wird der im Fasching arg geschundene Geldbeutel mit vielen Tränen begraben. Ein gemeinsames Fischessen beim Bärenwirt rundet den schweren Tag ab.

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