Michael Landshammer aus Hausen konnte am 24. Juli auf 100 Lebensjahre zurückblicken. Gemeinsam mit seiner großen Familie feierte er seinen Geburtstag im Riedener Landgasthof Zum Bärenwirt. Sein Enkel Manuel spielte mit einer Abordnung der Blaskapelle St. Georg Rieden ein Geburtstagsständchen. Der 100-Jährige wohnt bei seiner Tochter Marga Kraus in Rieden. Am Vormittag besuchten ihn Ursensollens Bürgermeister Martin Fleischmann und Riedens Rathauschef Erwin Geitner, die stellvertretend die Glückwünsche von Landrat Richard Reisinger überbrachten. Aus seiner Heimat Hausen kamen die Kameraden der Feuerwehr Hausen, der Krieger- und Soldatenkameradschaft Hausen sowie Bastian Michl aus Heimhof zu Besuch. Der Hausener Pfarrer Klaus Birnthaler war sichtlich gerührt vom Besuch beim Jubilar, ebenso überbrachte Riedens Pfarrer Slawomir Niemczewski herzlichste Glückwünsche.
1946 nach Hausen zurück
1926 wurde Michael Landshammer als Erstes von sieben Kindern der Eheleute Magdalena, geborene Dechant, und Josef Landshammer geboren. Da sein Vater früh verstarb, musste Michael bereits nach der siebten Klasse viel im elterlichen Betrieb mithelfen. Die Kriegszeit endete für den jungen Artilleriesoldaten in amerikanischer Gefangenschaft. Nach einer knapp überlebten Ruhrinfektion durfte Michael am 1. Juli 1946 ins Hausener Tal zurückkehren. Die Landwirtschaft war ein Mittelpunkt seines beruflichen Wirkens. Wenig später nach seiner Heimkehr wurde er zum Hausener Gemeindediener bestellt und arbeitete auch als Fleischbeschauer. Als junger Mensch spielte er gerne Theater.
Am 17. April 1953 heiratete er Erna Buchner aus Hausen; das junge Paar wurde von Pfarrer Kutzer getraut. 1957 baute das Ehepaar ein Anwesen auf dem Grundstück der Eltern, das einen Gemischtwarenladen beherbergte. Mit diesem zweiten Standbein ging es finanziell bergauf: Die Familie konnte einen Traktor und bald darauf einen VW Käfer anschaffen. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor: Karl, Manfred, Erna, Marga und Josef. Michael freut sich über neun Enkel und vier Urenkel.
Begeisterter Quetschnspieler
Ein schwerer Schicksalsschlag traf ihn durch den frühen Tod seiner ersten Frau im Jahr 1968. Nach zehn harten Jahren fand er wieder Freude im Leben, als er seine zweite Frau Ursula kennenlernte, die ebenfalls verwitwet war. Mit Ursula verbrachte Michael 31 glückliche Jahre; gemeinsame Reisen führten das Paar nach Mallorca, Sizilien und Ungarn. 2011 verstarb Ulla nach einem Schlaganfall; vor allem seine Enkelkinder halfen ihm über die Trauer hinweg und er gewann seine Lebensfreude zurück. Bis April 2025 lebte er allein in seinem Haus in Hausen, unterstützt von seinen Söhnen Karl und Josef. Nach einem Sturz mit folgender Operation zog Michael Landshammer zu seiner Tochter Marga nach Rieden.
Zeitlebens war Michael ein begeisterter „Quetschnspieler“, jede Familienfeier bereicherte er damit musikalisch – an seinem 95. Geburtstag gab er noch einige Stücke zum Besten. Ausgedehnte Waldspaziergänge liebte er bis ins hohe Alter; seine positive Lebenseinstellung zeigt sich bis heute durch ein verschmitztes Lächeln.













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