Mitgliederversammlung der Caritas Sozialstation Ensdorf: Kfz-Kosten gestiegen

Rieden
20.11.2022 - 14:00 Uhr
Einrichtungsleiter der Tagespflege in Rieden, Johannes Sellmeyer (links), führte im Anschluss an die Versammlung durch die Räume der Tagespflege "Unteres Vilstal".

Zur jährlichen Mitgliederversammlung in der neuen Caritas-Tagespflegeeinrichtung „Unteres Vilstal“ im ehemaligen Riedener Kindergarten hat der Verein Caritas Sozialstation Ensdorf eingeladen. Nachdem die letzte Versammlung im Jahr 2021 als Onlineveranstaltung abgehalten werden musste, waren die Verantwortlichen froh, dass man sich wieder treffen konnte.

Diakon und Geschäftsführer der Caritas-Sozialstation Ensdorf, Richard Sellmeyer, führte als Moderator durch die Veranstaltung. Er gab einen umfassenden Tätigkeitsbericht ab. Zum 30. September waren 37 Mitarbeiter bei der Sozialstation angestellt. In der Riedener Tagespflege arbeiten mittlerweile 15 Angestellte. In der Ensdorfer Sozialstation wurden letztes Jahr insgesamt 481 Patienten betreut. „Eine ordentliche Größe an Patienten, die wir betreuen dürfen“, so Sellmeyer. Weiter ging es mit Finanzzahlen und Bilanzen. Ein finanzielles Sorgenkind ist in Ensdorf das „Essen auf Rädern“, mit dem man im vergangenen Jahr ein Defizit eingefahren hat. Hier fallen laut Sellmeyer hohe Kfz-Kosten an. Insgesamt kam der Fuhrpark der Sozialstation für alle Fahrten 2021 auf 318 000 Kilometer. Im Landkreis Amberg-Sulzbach ist die Station in Ensdorf eine von insgesamt vier Sozialstationen der Caritas.

Auskunft über die neue „Tagespflege Unteres Vilstal“ in Rieden gab Einrichtungsleiter Johannes Sellmeyer. Insgesamt wurden bis zum 31. Oktober 41 verschiedene Gäste in der Tagespflegestation betreut, die an unterschiedlichen Tagen in der Woche die Einrichtung besuchten. Das führt zu einer Auslastung von knapp 40 Prozent. Seit 1. August hat die Tagespflege geöffnet und mittlerweile stehen nur noch wenige Restarbeiten an. Die Photovoltaikanlage mit Stromspeicher muss installiert werden, auch ein Carport und Vordächer fehlen noch. Großen Bedarf hat man in Rieden an Rollstuhlfahrzeugtransporten festgestellt. Hier gibt es viel Bedarf und so wurde bereits ein zweites Fahrzeug, das extra für den Betrieb umgebaut wurde, im September angeschafft. Ein drittes Fahrzeug soll demnächst den Fuhrpark der Rollstuhlfahrzeuge erweitern. Eigentlich wollte man ein Elektrofahrzeug anschaffen, jedoch gibt es hier sehr langen Wartezeiten.

Johannes Sellmeyer hatte noch ein interessantes Beispiel parat: Eine zu pflegende Person mit Pflegestufe zahlt rund 400 Euro im Monat Selbstbehalt, wenn man an allen geöffneten Tagen eines Monats von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr die Riedener Einrichtung besucht, inklusive Verpflegung und Fahrdienst.

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