16.07.2020 - 10:49 Uhr
Oberpfalz

Ruhe bewahren

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Wir neigen dazu, uns Stress zu machen und zu dramatisieren. Meistens erkennen wir erst im Nachhinein, dass das unnötig war. Bleiben Sie gelassen, rät die OWZ-Glücksexpertin.

Gelassenheit hilft oft weiter.
von Autor EWAProfil

"Das macht mich wahnsinnig!" "So nicht!" "Bist du eigentlich total bescheuert?" "Nein, nein und nochmals nein!" "Ich halte das nicht mehr aus!" "Verdammter Mist!" "Tickst du noch ganz richtig?" Es gibt viele Situationen, in denen wir uns aufregen, ausflippen, andere beschimpfen, wütend, frustriert oder zutiefst enttäuscht sind. Ob es um den Chef geht, von dem wir uns wieder einmal ungerecht behandelt fühlen, den Partner, der uns wieder mal überhaupt nicht zu verstehen scheint, den Verkehrsüberwacher, der uns einen Strafzettel ausgestellt hat, den unverschämten Kollegen im Büro, die frechen Gören auf der Straße oder die Einschränkungen, die wir wieder einmal hinnehmen müssen.

Dabei sagen wir schnell mal Dinge, die wir eigentlich gar nicht so gemeint haben, handeln uns nur noch jede Menge weiteren Ärger und unnötigen Streit ein. Das Aufregen schadet nicht nur unserer Laune, sondern auf Dauer auch unserer Gesundheit. "In der Ruhe liegt die Kraft", sagt nicht umsonst ein Sprichwort. Wenn wir gelassen bleiben, können wir nicht nur Konflikte viel leichter lösen, sondern auch viel mehr glückliche Momente im Leben genießen.

Doch das ist oft leichter gesagt als getan. Vor allem dann, wenn zur Wut und zum Ärger noch Angst kommt. Gerade in diesen Corona-Zeiten, in denen sich viele von uns Sorgen um die Zukunft machen, liegen nicht selten die Nerven blank. Doch es gibt eine gute Nachricht: Gelassenheit kann man tatsächlich lernen. "Die meisten machen bestimmte Ereignisse und Menschen für ihren Stress verantwortlich", erklärt Autor und Coach Thomas Hohensee, der unter anderem die Bücher "Gelassenheit beginnt im Kopf" und "100x gelassener" geschrieben hat. "Dabei übersehen sie, dass erst die Art und Weise, wie sie über diese Dinge denken, ihnen zu schaffen macht. Stress entsteht im Kopf, genau wie Gelassenheit. Wir fühlen und handeln so, wie wir denken." Wir neigen leider nur zu gerne dazu, uns Stress zu machen und zu dramatisieren. Meistens erkennen wir erst im Nachhinein, dass das unnötig war und es viel besser weitergeht, wie wir zunächst angenommen haben.

Laut dem Gelassenheitsexperten macht es Sinn, immer wieder die Beobachterposition einzunehmen. "Nur indem wir einen Schritt zurücktreten und uns fragen: Was tue ich da eigentlich? Was denke ich? Geht das nicht auch anders?, entwickeln wir Bewusstheit. Wir sind dann nicht mehr vom Strudel der Ereignisse mitgerissen, sondern frei." Diese Erkenntnis ist nicht neu. Schon der antike Philosoph Epiktet wusste: "Nicht die Dinge selbst, sondern die Meinungen über dieselben beunruhigen die Menschen." Wir fühlen also, wie wir denken. Und dieses Denken können wir tatsächlich lernen. Sicherlich geht das nicht von heute auf morgen, dafür sind viele kleine Schritte nötig. Doch lassen Sie uns diese immer wieder mit ganz viel Freude gehen, denn es macht nichts glücklicher, als die Ruhe zu bewahren und gelassen zu bleiben.

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