13.01.2022 - 10:26 Uhr
Oberpfalz

Die Sache mit dem Karma

Das Wort Karma kennt wohl auch hierzulande inzwischen jeder. Aber nur die wenigstens von uns wissen, was wirklich hinter dem Begriff steckt. Mit Rache oder einem miesen Tag hat Karma herzlich wenig zu tun, so die OWZ-Glücksexpertin.

Karma ist eines der bekanntesten Konzepte im Buddhismus.
von Evi WagnerProfil

„Das Karma schlägt zurück“, sagen wir schon mal gerne und nicht ganz ohne Schadenfreude, wenn jemandem etwas Unschönes passiert, der vorher alles andere als nett zu uns war. Wir stellen uns wohl irgendwie vor, das Karma sei eine Art Rache des Lebens für alle schlechten Dinge, die jemand getan hat. Aber was bedeutet dieser Begriff wirklich? Er kommt ursprünglich aus dem Sanskrit und bezeichnet ein spirituelles Konzept, nach dem jede Handlung eine Folge nach sich zieht. Im Buddhismus wird Karma als Gesetz von Ursache und Wirkung verstanden, als naturgegebene Kraft im Universum.

Einfach kann man das wohl am besten so erklären: Senden wir gute Energie aus, wird Gutes auf uns zurückfallen. Und senden wir Negatives in die Welt hinaus, dann kommt auch Negatives zu uns zurück. „Probleme oder Erfolge, alle sind Ergebnisse unserer eigenen Handlungen“, erklärte der indische Guru Maharishi Mahesh Yogi einmal das Karma-Konzept. „Die Handlungsphilosophie bedeutet, dass niemand Frieden oder Glück gibt. Das Karma selbst, die Handlungen selbst sind dafür verantwortlich, Glück, Erfolg oder was auch immer zu bringen.“

US-Psychologe Wayne Dyer ergänzte: „Die Art, wie Menschen dich behandeln, ist deren Karma, wie du reagierst, ist deins.“ Er meint damit: Wir sollten uns immer mehr auf unser eigenes Handeln als auf das von anderen konzentrieren. Karma ist keine Strafe für unser schlechtes Handeln, die einfach mal so vom Himmel fällt. Vielmehr geht es um die Handlungen selbst, die eine Kette positiver oder negativer Folgen auslösen. Oder um es mit dem buddhistischen Lehrer Ma Jaya Sati Bhagavati zu sagen: „Wenn du einen Samen der Liebe pflanzt, wirst du derjenige sein, der blüht.“

Karma ist also eine Art Widerhall und lässt alles, was wir tun, sagen und denken, auf uns zurückfallen. Karma ist nichts anderes als ausgesendete Energie, die gespiegelt wird. „Und wie funktioniert das mit dem Karma nun im Alltag?“, fragen Sie sich nun vielleicht. Keine Sorge, Sie müssen nun nicht gleich alles Gesparte für einen guten Zweck spenden oder in Vollzeit in einem Ehrenamt arbeiten. Schon viele kleine Gesten der Freundlichkeit sorgen für ein „gutes Karma“. Hören Sie zu, wenn jemand Sorgen hat, laden Sie mal wieder jemanden ein, gehen Sie mit einem Lächeln durch die Welt und freuen Sie sich über Ihre guten Taten.

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